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Exodus veröffentlichen zwei Videoversionen zu ‘3111’

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Kürzlich haben Exodus ihr zwölftes Studioalbum GOLIATH für den 20. März angekündigt. Mit der Ankündigung wurde auch die erste Single ausgekoppelt. ‘3111’ ist die Eröffnungsnummer des Albums. „Der Song handelt von den Drogenmorden in Juárez, und 3111 ist die geschätzte Anzahl der Morde allein im Jahr 2010“, erklärt die Band. Da das offizielle Video selbst in überarbeiteter Form zu brutal sei, hatte YouTube die Veröffentlichung verweigert.

(Un-)geschönt

Daraufhin veröffentlichte Gitarrist Gary Holt ein Statement, in dem er angab: „Es enthält reale Gewalt. Aber wir wollten ein rohes und authentisches Porträt von den Drogenkriegen zwischen Kartellen machen.“ Außerdem erklärte er, dass weitere Überarbeitungen vorgenommen werden und das originale Video anderswo erscheinen soll. Nun gibt es die Resultate. Während auf YouTube die stark zensierte Version zu sehen ist, hat das Original eine eigene Website bekommen.

„So, hier ist sie nun: Die unzensierte Vollversion des Videos zu ‚3111’“, kommentiert Gary Holt. „Da YouTube unsere PG-13-Version immer wieder beanstandet und mit der dauerhaften Sperrung unserer Seite gedroht hat (die ehrlich gesagt nichts enthält, was man nicht schon auf YouTube findet), haben wir beschlossen, wirklich alles zu riskieren und alle Szenen einzufügen, von denen wir wussten, dass sie sie nicht zulassen würden! Hier ist also das komplette Video, mit eigener Website zum Ansehen! Viel Spaß!“

PG-13 bedeutet, dass das Video für Kinder und Jugendliche unter 13 Jahren ungeeignet ist. Einige der Szenen sind wahrlich nichts für zarte Gemüter, aber sie zeigen die Realität, und die ist eben häufig brutal. In der YouTube-Version sind über derlei Bildern „Censored“- und „Scene Missing“-Schilder oder verschwommene Pixel gelegt worden. Jedoch konnten Exodus es sich nicht verkneifen, den Link zur unzensierten Variante direkt in die Beschreibung unter dem Video einzufügen.

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Die bisherige Resonanz spricht Bände. In einigen Kommentaren der Fans zeigt sich Unverständnis. Ein User schreibt zum Beispiel: „Ich habe das unzensierte Video auf X gesehen, und ehrlich gesagt ist YouTube bescheuert, weil man es da problemlos anschauen kann. Interessant, dass sie Sexvideos nicht verbieten.“ Auch in den Sozialen Medien sind ähnliche Meinungen zu lesen. Letztlich kommen ja alle auf ihre Kosten, wenngleich die Band und die Verantwortlichen für das Video letztlich mehr Aufwand betreiben mussten.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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