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FIFA: Titelmelodie der Fußball-WM von Metal-Band geklaut?

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Während die Fußball-WM in den Vereinigten Staaten von Amerika dank Präsident Donald Trump und Oberfunktionär Gianni Infantino gerade einen ausgemachten Skandal wegen der Aussetzung einer Spielsperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun durchmacht, schickt sich eine kleine Heavy Metal-Band an, die nächste Affäre um den Weltverband des runden Leders loszutreten. Und zwar geht es um den Themesong der derzeit laufenden Weltmeisterschaft, bei dem sich die FIFA (beziehungsweise die beauftragten Komponisten) von einem anderen Lied inspiriert haben sollen.

Plagiat?

So haben sich Mutoid Man in den Sozialen Medien zu Wort gemeldet. Dort merkt das Trio an: „Hey FIFA-WM, die Melodie klingt sicher vertraut.“ Des Weiteren hat die Musikgruppe noch den Hashtag #goalofthevoid hinzugefügt, was eine Anspielung auf ihren eigenen Song ‘Call Of The Void’ ist, welchen sie 2023 auf ihrem Studioalbum MUTANTS veröffentlicht haben.

An dieser Stelle empfiehlt es sich, genauer hinzuschauen beziehungsweise hinzuhören. Beginnen wir mit dem offiziellen Themesong der FIFA Fußball-WM 2026 (der sich nicht einbetten lässt, weshalb Neugierige hier klicken müssen). Fast ganz am Anfang — um die Zeitmarke 0:06 schon — ertönt zum ersten Mal die Abfolge jener fünf Noten, die sich eben auch beim Track von Mutoid Man wiederfindet. Im Refrain von ‘Call Of The Void’ — ungefähr ab Zeitmarke 1:45 — singen Frontmann Stephen Brodsky (Cave In), Schlagzeuger Ben Koller (Converge) sowie Bassist Jeff Matz (High On Fire) eben auch jenes markante „Oh-oh-oh-oh-oh“.

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Von den Klickzahlen her hat die FIFA eindeutig und sehr weit die Nase vorn: Mit rund 18 Millionen Streams versenkt die Erkennungsmelodie der Fußball-WM eindeutig das bei circa 334.000 Aufrufen rangierende Mutoid Man-Stück. Interessanterweise sind beide Videos am selben Tag, dem 18. Mai 2023, erschienen. Daher drängt sich die Erklärung auf, dass die verschiedenen Musiker hier schlicht und einfach auf dieselbe Tonfolge gekommen sind — unabhängig voneinander. Man lehnt sich gewiss nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dieses „Oh-oh-oh-oh-oh“ schon einmal woanders gehört zu haben.

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So kommentiert auch ein User unter dem Mutoid Man-Post: „Schon gut, schon gut, es ist dasselbe, aber könnte es sich hier um einen Fall von parallelem Denken handeln? Stammt dieser Track wirklich von einer KI? Das soll keine Kritik an Mutoid Man sein, aber es sind fünf Töne in einem Takt in einer gängigen Moll-Tonart.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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