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Gene Simmons lobhudelt USA – „großartigste Land der Welt“

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Bei einem Auftritt am 3. Juli – einem Tag vor dem 250. Jahrestag der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung –, trat Kiss-Bassist Gene Simmons mit seiner Solo-Band beim Summerfest in Milwaukee, Wisconsin, auf. Bevor er den Song ‘Let Me Go, Rock ’N’ Roll’ anstimmte, hielt Simmons noch eine flammende Ansprache – und das, obwohl er kürzlich noch die Ansicht vertrat, dass Künstler ihre politische Meinung für sich behalten sollen.

Erst im Frühjahr erklärte er gegenüber TMZ: „Die Menschen in den USA arbeiten hart für ihren Unterhalt und wollen nicht von Leuten belehrt werden, die in Villen wohnen und Rolls Royce fahren. Es ist an der Zeit, dass jeder in der Unterhaltungsindustrie mal die Klappe hält und einfach seine Kunst macht. Niemanden interessiert es, was ihr denkt!“

Der amerikanische Traum?

Offenbar fällt es Gene Simmons selbst schwer, seinem eigenen Rat zu folgen. Bei besagtem Auftritt hält der 76-Jährige mit seiner Auffassung nämlich nicht hinter dem Berg: „Falls ihr es noch nicht wisst: Ihr seid gesegnet. Ihr lebt im verdammt großartigsten Land der Welt. Und das sind die USA.“ Weiter führt er aus: „Deshalb hatten wir es mit schätzungsweise 20 bis 30 Millionen illegalen Einwanderern zu tun. Warum? Weil sie bereit sind, gegen das Gesetz zu verstoßen und in das großartigste Land der Erde zu kommen – genau hierher. Wir haben mehr illegale Einwanderer als die meisten Länder der Erde Einwohner.“

Gene Simmons wurde 1949 als Chaim Witz in Israel geboren. 1958 emigrierte Simmons mit seiner Mutter Flóra Klein in die USA, wo er sich in Eugene Klein umbenannte. Darauf bezogen, erklärt er: „Ich selbst bin Einwanderer, aber ein legaler. Man stellt sich an, man respektiert das Land, man respektiert die Gesetze, und dann wird man Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Schließlich meint Simmons: „Wenn dir Amerika nicht gefällt, geh bitte dorthin zurück, wo du verdammt noch mal hergekommen bist.“

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Vergangenen Dezember gab Gene Simmons im Gespräch mit der New York Post an: „Ein illegaler Einwanderer ist ein Krimineller. Und ich verstehe, dass jeder aus schwierigen Verhältnissen kommt. Aber mit diesem Argument kommt man bei mir nicht durch. Meine Mutter war in einem Konzentrationslager, und unsere ganze Familie wurde im Holocaust ausgelöscht.“ Dann fügte er hinzu: „Ich weiß, es ist hart – wirklich hart. Aber es gibt ein Verfahren, und meine Mutter und ich haben jahrelang gewartet, bevor wir in die USA einreisen durften. Der amerikanische Traum lebt.“


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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