Als Mötley Crüe ihre wilden Zeiten hatten, war Bassist Nikki Sixx bekanntlich kein Kind von Traurigkeit und stimulierenden Substanzen alles andere als abgeneigt. In den Achtziger Jahren war der Glam-Metaller Heroin- und Kokain-süchtig, hatte diverse Überdosen und war sogar einmal für zwei Minuten klinisch tot — was schließlich als Inspiration für ‘Kickstart My Heart’ diente. Doch das liegt alles in der Vergangenheit — auch dem Alkohol hat der Musiker abgeschworen. So ist der 67-Jährige inzwischen seit 25 Jahren komplett trocken.
Tag für Tag
„Heute jährt sich meine Nüchternheit zum 25. Mal“, freut sich Nikki Sixx in den Sozialen Medien. „Es ist schwer, die Lektionen eines ganzen Lebens in wenige Absätze zu fassen, doch eines hat sich nie geändert: Die Nüchternheit hat mir ein Leben geschenkt, das ich mir nie zuvor hätte vorstellen können. Sie hat mir meine Familie gegeben. Sie hat mich gelehrt, wirklich im Augenblick zu leben, anstatt nur zu existieren. Und sie hat mir gezeigt, was es bedeutet, Ehemann, Vater, Freund und Band-Kollege zu sein — nicht auf perfekte, aber auf ehrliche Weise. Irgendwann auf diesem Weg begriff ich, dass es bei der Genesung nicht nur darum ging, was ich hinter mir lassen musste.
Es ging darum, all das zu entdecken, was auf der anderen Seite auf mich wartete. Sie gab mir einen kräftigen Schub — als Schriftsteller, Fotograf, Songwriter und Träumer. Jedes Buch, jeder Song-Text, jedes Foto, jede neue kreative Idee ist aus einem Geist erwachsen, der nicht mehr von Chaos vernebelt war. Als der Lärm endlich verstummte, fand die Kreativität einen Weg, sich deutlicher Gehör zu verschaffen. Das Leben bleibt das Leben. Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen. Es gibt Freude und Herzschmerz, Verlust und Dankbarkeit, Siege und Rückschläge.
🛒 MÖTLEY CRÜE-SHIRT JETZT BEI AMAZON HOLEN!Ich habe gelernt, dass es ein Akt des Mutes ist, um Hilfe zu bitten, dass die Pflege unserer psychischen Gesundheit genauso wichtig ist wie die unseres Körpers und dass Heilung kein Ziel ist, sondern eine tägliche Praxis. Wenn meine Geschichte auch nur einem einzigen Menschen hilft zu glauben, dass es einen anderen Weg gibt, dann hat jede Narbe einen Sinn gefunden. 25 Jahre später feiere ich nicht Perfektion. Ich feiere Fortschritt, ich feiere die Liebe, ich feiere die Menschen, die an meiner Seite gingen, als ich nicht allein gehen konnte. Und heute bin ich, wie immer, dankbar für das größte Geschenk, das mir die Genesung je gemacht hat: Weitere 24 Stunden.“
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