Gaahls Wyrd: Nordische Geisterbeschwörung

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Das komplette Interview mit Gaahl findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Juniausgabe.

Schon God Seed, Gorgoroth und Wardruna konnten ein Lied davon singen, wie sich ihr damaliger Sänger stets alle Zeit der Welt nahm, die er für seinen kreativen Prozess als nötig erachtete. Als Gaahl seinen Produzenten für dessen Leidenschaft und die Bereitschaft lobt, sein Herzblut in ein Projekt zu investieren, hebt er im gleichen Atemzug auch Ivers enorme Geduld hervor.

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„Es ist nicht unbedingt einfach, mit mir zu arbeiten“, gesteht der kantige Norweger. „Ich behalte gerne für mich, wie ich in meinem kreativen Prozess vorankomme. Mitunter sitze ich stundenlang nur wortlos herum. Aber sobald ein Gedankengang abgeschlossen ist, will ich sofort loslegen.“ Bei seinen Gesangsaufnahmen assistierte außerdem Gitarrist Ole Walaunet, der laut Kristian weiß, „dass es nur dann länger dauert, wenn ich gestört werde“, wie er ergänzt.

Gaahl, der Summer

Kristians derzeitiges Verhältnis zur Musik erlaubt es kaum, dass aktuelle Einflüsse eine Wirkung auf ihn ausüben können. „Ich höre seit Jahren nur noch selten neue Alben“, lässt er wissen. „Dafür habe ich ständig Musik im Kopf, und manchmal summe ich dazu. Ich dachte, das würde auch nur in meinen Gedanken stattfinden, aber Robin hat mich diesbezüglich eines Besseren belehrt.“

Galleri Fjalar in Bergen: Gaahl mit Lebensgefährte Robin Jakobsen (r.)

Sein Lebensgefährte rollt mit den Augen: „Ein Plattenspieler hat wenigstens einen Ausschalter“, kommentiert der Angesprochene mit einem halb gespielten Seufzer. „Wer sich in Kristians Nähe aufhält, kann dem stetigen Summen nicht entkommen.“ Eine Beobachtung, die der Autor dieser Zeilen aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Inhaltlich bleibt sich Gaahl auf GASTIR – GHOSTS ­INVITED in mehrfacher Hinsicht treu: Erstens befinden sich seine Themen wie auch schon bei seinen Beiträgen für ­Trelldom, den späten Gorgoroth und God Seed im Kosmos der altnordischen Mytho­logie. Und zweitens lehnt der Norweger eine politische Interpretation entschieden ab.

„Es sollte nicht einmal ansatz­weise möglich sein, mich aufgrund von gestohlenen und missbrauchten Motiven in die rechte Ecke zu stellen“, betont Gaahl. Drittens lehnt er Erklärungen seiner Lyrik bewusst ab und fordert die eigene Auseinandersetzung des Hörers mit den Texten ein. „Natürlich wird es auch Fehlinterpretationen meiner Intentionen geben, aber es gilt, den Berg zu erklimmen und einen eigenen Weg zu finden“, meint der Autor. „Ich möchte nichts verraten, aber auf die Frage nach der Richtung gebe ich eine klare Antwort mit einem Flüstern: AnsuR.“

Das komplette Interview mit Gaahl findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Juniausgabe.

(c) Gunnar Sauermann
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