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Gene Simmons versteht Hip-Hop nicht

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Gene Simmons findet nicht recht in die Musiksparten Rap und Hip-Hop rein. Dies offenbarte die Kiss-Ikone während eines Interviews im Legends N Leaders-Podcast. Eigentlich sollte der 76-Jährige die musikalische und kulturelle Relevanz seiner Band einordnen, doch das ging dem Schminke-Rocker gegen den Strich: „Das ist mir egal. Dieses Thema ist mir schnuppe. Es gibt ‚populär‘ und Wörter wie ‚Relevanz‘. Aber wer entscheidet über Relevanz?

Im Geiste des Rock’n’Roll

Kritiker? Wie wird man relevant? Oder läuft es über das amerikanische Ideal: Vom Volk, fürs Volk, durch das Volk? Die ersten Worte [der Präambel der US-Verfassung — Anm.d.A.] sind ‚Wir, das Volk‘. Das finde ich relevant. Die Tatsache, dass zum Beispiel Iron Maiden nicht in der Rock & Roll Hall Of Fame sind, wenn sie Stadien ausverkaufen, aber Grandmaster Flash ist drin. Ice Cube und ich hatten eine Diskussion darüber — er ist ein schlauer Kerl, ich respektiere, was er gemacht hat.

Aber es ist nicht meine Musik. Ich komme nicht aus dem Ghetto. Es spricht nicht meine Sprache. Und ich habe es viele Male gesagt: Hip-Hop gehört nicht in die Rock & Roll Hall Of Fame — genauso wenig wie Oper oder Symphonieorchester. Wie kann es sein, dass die New Yorker Philharmoniker nicht in der Rock & Roll Hall Of Fame sind? Weil sie Rock & Roll Hall Of Fame heißt? Aber er schoss zurück und meinte: Es geht um den Geist des Rock’n’Roll. Also gut. Warum sind dann Led Zeppelin nicht in der Hip-Hop Hall Of Fame?“

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Des Weiteren lässt sich Gene Simmons über Electro und Techno aus: „Das Schwerste ist es, einen einfachen, memorablen Song zu schreiben. Viel leichter ist EDM [Electronic Dance Music] — wovon ich ein Fan bin. Ich liebe alles, was Menschen glücklich macht. Aber wenn es um Können geht? Es gibt keine Coverbands zu Skrillex. Niemand covert diese Lieder. Wenn ich auf ein EDM-Konzert gehe, liebe ich die Leidenschaft, und dass die Fans Crack nehmen und es sich in den Hintern schieben — was auch immer sie machen. Ich war nie high. Aber wenn man 19 ist, flachgelegt werden will und keinen Satz rauskriegt, nimmt man eben ein bisschen Medizin — und plötzlich fließen die Worte und Dinge geschehen. Ich verstehe das Ritual. Es ist urvölkisch. Doch es gibt keine neue Band, die sich denkt: ‚Verdammt, die Swedish House Mafia macht etwas, das ich liebe. Lasst uns eine eigene Version davon machen!‘ Das tut niemand.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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