Gwar haben schon immer zusammengehalten — und das machen die Horrormetaller auch jetzt. Denn ein Gründungsmitglied braucht gerade dringend Unterstützung — und zwar kämpft Chuck Varga alias Sexecutioner gegen Krebs. Die US-Amerikaner rufen ihre Fans im „Land Of The Free“ dazu auf, Blut zu spenden. Wer dies tut, bekommt dafür ein exklusives T-Shirt, das Chuck höchstpersönlich gestaltet hat.
Vulgärer Visionär
Vargas Aufgabe bei Gwar als intergalaktischer Sexecutioner war es „sicherzustellen, dass das Blut an all die richtigen Orte gelangt“. Chuck fungierte als Sänger und designte viele Kostüme der Gruppe. Sein Bühnen-Outfit beschrieb Varga einst als „Ganzkörper-Stunt-Matte“: „Sie gibt mir Superkräfte. Ich bin 1,5 Meter von der Bühne auf einen Betonboden gefallen und gehüpft wie ein Flummiball.“
Des Weiteren findet Chuck, dass er zu einem Teil Comic-Illustrator, zu einem Teil Designer von Spezialeffekten und zu zwei Teilen Bildhauer ist. Seine Inspiration hat er von ein paar Science-Fiction-Romanen erhalten und aus dieser eine Gummimaske gemacht, welche er mit einem verdorbenen Sinn für Humor garniert hat. Varga hat an acht Albumproduktionen und mehr als 1.000 Auftritten von Gwar sowie zwei Filmen mitgewirkt. 1995 hat er sich mit Don Drakulich zusammengeschlossen, um Hyperreal Productions zu gründen — ein Kunsteffekteunternehmen, das Skulpturen und Action-Figuren herstellt. 1997 zog Varga nach New York, um bei Broadway- und Kinofilmproduktionen mitzuwirken.
Seine damals noch zukünftige Frau Bambi The Mermaid traf Chuck bei der Coney Island Mermaid Parade. Laut eigener Aussage war es Liebe auf den ersten Blick, woraufhin die beiden 2017 heirateten. Er fusionierte sein absurdes Theater mit ihren Neo-Burlesque-Darbietungen, womit er sich einen Namen bei der gemeinnützigen Kunstorganisation Coney Island USA machte. Seine Zeit teilt er zwischen Kunst- und Underground-Theaterprojekten auf, wobei er seine Melange aus Spektakel, Satire und handgemachter Fantasy weiter verfeinert.
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