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Henry Rollins spricht über Donald Trump

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In einem Interview mit Independent Americans With Paul Rieckhoff hat Punk-Musiker Henry Rollins seine Einschätzung zu Donald Trumps Weltbild besprochen. Dabei ging es speziell um dessen Verständnis von internationalen Beziehungen und militärischer Macht.

Der Preis des Kriegs

Rollins besuchte mit der amerikanischen Wohltätigkeitsorganisation USO (United Service Organisations) amerikanische Truppen. Im Interview erzählt er von Besuchen in Militärkrankenhäusern, bei schwerverletzten Soldaten und erklärt, dass das der Preis sei, den man für Krieg zahle. In Bezug auf Donald Trump sagt er: „Ich glaube nicht, dass Donald Trump die wahnsinnige Macht seines Amtes versteht. Das habe ich schon in seiner ersten Amtszeit gesehen.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist vielleicht der mächtigste Mensch der Welt. Der Oberbefehlshaber, der für die tödlichste, am besten ausgestattete und technisch intensivste Militärmacht zuständig ist. Wir können das gesamte Universum hochjagen und ich finde, dass der Mensch, der die Kontrolle darüber hat, ein dreidimensionaler Schachspieler sein muss“, so Rollins.

Schach, nicht Dame

Er führt weiter aus: „Das ist kein Dame, kein Tic Tac Toe. Letztendlich schickt man junge Männer und Frauen irgendwohin, von wo sie vielleicht nicht lebend oder unverletzt zurückkommen werden. Und bevor man so etwas tut, sollte man besser einen ganzen Haufen Meetings mit einer ganzen Ladung von Experten abhalten, sich mit dem Kongress und noch vielen anderen besprechen, bevor jemand auch nur Gefahr läuft, sich den Ellenbogen aufzuschürfen, ganz zu schweigen von etwas Schlimmerem. Und dieser Präsident versteht das meiner Meinung nach nicht.“

Rollins beschreibt Trump weiter: „Er genießt seine Macht, aber versteht nicht, dass er die Weltwirtschaft beeinflusst, wenn er etwas sagt. Er kann den Lauf von Flüssen ändern, und wenn ich das wäre, würde ich mich beraten lassen und mit dieser Macht unglaublich vorsichtig umgehen.

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Wir hatten schon Präsidenten, die einem sagen konnten, wer die letzten fünf Präsidenten eines Landes waren. Was die Tet-Offensive war. Wir hatten schon sehr schlaue Präsidenten, sowohl in Kriegszeiten als auch in Friedenszeiten. Jetzt nicht mehr. Und ich habe keine Lust, von einem Trump-Fan verprügelt zu werden aber man muss schon zugeben, dass er unglaublich unartikuliert ist und er walzt über Themen, die mit äußerster Vorsicht zu behandeln sind. Diese Dinge sind sehr schwierig und delikat“, sagt der Musiker.

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