Ian Anderson (Jethro Tull) über Grammy-Sieg gegen Metallica

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Der musikalische „Was zur Hölle!“-Moment des Jahres 1989 war ohne Frage der Grammy-Gewinn von Jethro Tull. Bei der prestigeträchtigen Preisverleihung gab es damals zum ersten Mal die Kategorie „Best Hard Rock/Metal Performance“. Und jeder ging davon aus, dass Metallica die Trophäe mit nach Hause nehmen würden. Doch dann gaben die vermeintlich vergreisten Juroren dem „Flötenschlumpf“ die Auszeichnung.

Nun wurde Jethro Tull-Frontmann Ian Anderson im Interview mit dem Radiosender KSHE 95 aus St. Louis, Missouri (siehe unten) gefragt, ob er jemals die Gelegenheit dazu hatte, Metallica den Grammy-Klau unter die Nase zu reiben. „Metallica reagierten tatsächlich sehr Gentlemen-like“, erinnert sich Anderson. „Im nächsten Jahr haben sie den Grammy dann gewonnen, wie ich vorhergesagt habe. Und sie haben eine ganzseitige Anzeige im ‚Billboard‘-Magazin gebucht und darauf der Plattenfirma, ihren Freunden und ihrer Familie für die Unterstützung gedankt. Ich meine: Sie haben sich bei allen bedankt — inklusive Jethro Tull dafür, dass wir in jenem Jahr kein neues Album veröffentlicht haben.

Überraschungssieg

Sie haben es mit Humor genommen. Sie haben es mit Fassung getragen, obwohl jeder so beschäftigt damit war, ihnen zu sagen, dass sie einen Grammy gewinnen werden. Und dann haben sie ihn in jenem Jahr bedauerlicherweise nicht gewonnen. Aber sie waren der heiße, neue Act. Und sicherlich würden sie im nächsten Jahr gewinnen — was sie natürlich getan haben.“ 

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Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich hatte sich vor rund drei Jahren zum 30. Jubiläum des Ereignisses an den „Mindfuck“ erinnert. „Zum ersten Mal gingen wir vor ein Mainstream-Fernsehpublikum. Zum ersten Mal war das Mainstream-Amerika dem ausgesetzt, was wir machen. Es war auch das erste Mal, dass es eine Hard Rock/Metal-Kategorie bei den Grammys gab. Und es war das erste Mal, dass wir Grammy-Verlierer waren, weil Jethro Tull — zur Überraschung der meisten Leute — mit dem Sieg nach Hause gegangen sind. Aber es war nicht alles verloren. Der Ausdruck an Abscheu auf den Gesichtern der meisten Leute im Publikum ist etwas, an das ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde.“

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