Nach seiner Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump hat Jon Schaffer vor, sich wieder der Musik zu widmen. Dies gab der Iced Earth-Mastermind im Interview beim Brutally Delicious-Podcast zu Protokoll. Allerdings geht es dem Aufrührer vom 6. Januar 2021 nicht darum, möglichst schnell ein Album auf den Markt zu werfen. Der 58-Jährige hat durchaus einen Anspruch an seine Kompositionen.
Echte Kunst
„Es wird neue Musik geben“, stellt Jon Schaffer klar. „Daran besteht kein Zweifel. Aber es wird in meinem Zeitrahmen geschehen. Denn auch wenn ich weiß, dass die Iced Earth-Fans neue Musik wollen, bin ich nicht an neuer Musik interessiert. Ich will großartige Musik. Und alles andere als wahrlich inspiriert zu sein, ist nicht interessant für mich. Rauszugehen und die Band wieder zusammenzustellen nur für den Zweck, sich wieder relevant zu fühlen oder Geld zu machen, ist der einfache Weg. Das ist ein kalkulierter Schritt. Daran habe ich kein Interesse.
Es muss sein, weil ich es echt liebe, nicht, weil sich die Maschine darauf verlässt. Und ich war in der Maschine. Ich glaube, wir haben tolle Alben gemacht. Ich bin stolz auf meine Karriere. Doch wenn man in diesem Hamsterrad ist — neues Album, Tour, neues Album, Tour —, das dauernd so weitergeht, kommt man vom ursprünglichen Punkt ab. Es wird ein Business. Dann wird es diese Sache, bei der man manchmal etwas durchexerzieren muss, weil es Verpflichtungen gibt, auch wenn einem nicht danach ist.
Und die Dinge im Musikgeschäft haben sich stark verändert. Ich war für Jahrzehnte darin und habe viele Veränderungen miterlebt. Und es ist dazu geworden, dass Alben nur mehr eine Randnotiz dafür sind, dass eine Band auf Tour geht und Merchandise verkauft. Ich weigere mich, das zu tun. Ich werde keinen Banknoten nachjagen und sie über meine Integrität als Künstler stellen. So sieht es aus. Das ist ein Sperrgebiet, bis die Inspiration da ist. Die Dinge fangen an zu passieren, also kann ich es spüren. Doch es könnte eine Weile dauern. […]
Ich verstehe, wie es funktioniert. Alles, was ich künftig mache, unabhängig davon, welches Projekt oder welche Band es ist, es muss sein, weil ich wahrlich inspiriert bin und es genieße, es zu machen — nicht um Geld nachzujagen, denn sonst schweift man vom Thema ab. […] Ich habe jedenfalls Pläne. Und ich arbeite daran, die Dinge in Gang zu kriegen, mehr als das werde ich aber nicht sagen. Bleibt einfach dran. Es könnte ein bisschen dauern. Doch es wird es wert sein, vertraut mir.“
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