Im Pit bei: Heaven Shall Burn + Unearth + Neaera + Suffokate

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Kein Wunder, dass die Markthalle – wie so oft in letzter Zeit – ausverkauft ist: Dieses Package hat es in sich und ist mit ca. 25 Euro zudem erfreulich preiswert bemessen.

Den Hamburger Support-Slot haben sich Left Return aus Meck-Pomm gesichert, die zwar eine ordentliche Show abliefern, mit ihrem melodiösen Crossover-Sound aber nicht so recht zum Rest des Ohrkanalvergewaltigungskommandos passen wollen.

Suffokate zeigen im Anschluss, wohin die Reise heute geht: Mit brachialen Riffs und einer kakophonischen Todeswalze liefern sie einen garstigen Vorgeschmack auf die bevorstehende Sound-Apokalypse. Allein Sänger Ricky „Flesh Tunnel of Death“ Hoover growlt mit seinem finsteren Ausnahmeorgan schon alles und jeden nieder.

Dann steigen die Münsterer Neaera in den Ring und entfesseln, frei nach ihrem Knochenbrechersong ‘Let The Tempest Come’, das wohl größte Inferno, das die Markthalle seit langem erlebt hat: Die Menge dreht völlig am Rad, der komplette Groundfloor mutiert zum tosenden Moshpit und schon bald segelt ein Leib nach dem anderen von der Bühne in den pulsierenden Pit. „Das ist ja der Hammer hier“, zeigt sich auch Sänger Benny Hilleke beeindruckt vom Hexenkessel, der sich zu seinen Füßen auftut, und erklärt: „Ganz ehrlich, ich habe gar keine Lust, morgen weiterzuspielen. Ich kann mich nur vor euch verneigen – unfassbar. Vielen Dank!“ Das Kompliment geben wir gerne zurück: Vielen Dank, Neaera, für diesen Gig des Wahnsinns!

Nach diesem Höhepunkt haben es Unearth im Anschluss schwer, doch nach dem Opener ‘The Great Dividers’ von THE ONCOMING STORM und dem Song-Doppelpack vom aktuellen Werk DARKNESS IN THE LIGHT (‘Watch It Burn’ und ‘Shadows In The Light’) haben sie die Meute fest im musikalischen Würgegriff und stellen auf ‘Zombie Autopilot’. Das Stage-Diving verkommt derweil mehr und mehr zum Akt der Selbstdarstellung: Junge Mädels mit umgeschnallten Handtaschen legen sich vorsichtig auf das Meer aus Händen, während sich todesmutige Kerle mit doppeltem Rittberger in die Menge schrauben. Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Mit ‘My Will Be Done’ beenden Unearth ihr explosives Set – und nun ist der Saal endgültig bereit, den Himmel zum Brennen zu bringen.

Zum Intro der „Schwarzwaldklinik“ (bei deren TV-Erstausstrahlung das Gros der Anwesenden noch längst nicht geboren war) betreten die Thüringer Zerstörer Heaven Shall Burn ziemlich lässig die Bühne und schmettern ihren Fans schließlich das finstere ‘The Omen’ in die Weichteile: Ein gleißendes Meer der Strobo-Lichter strahlt von der Bühne, ein pulsierendes Meer der Leiber explodiert vor der Bühne und wird in den kommenden 60 Minuten nicht mehr stillstehen. Haben Heaven Shall Burn eigentlich jemals live nicht regiert? Kaum vorstellbar, und auch an diesem Abend erweisen sich Frontkeifer und Schwitzmaster Marcus Bischoff als unüberwindliche Macht, die das Publikum derart in Raserei treibt, dass der Sänger zwischendurch ein wenig Sorge bekommt: „Passt ein bisschen aufeinander auf – und auch auf uns!“ Als unbestrittener Höhepunkt erweist sich wie so oft das großartige ‘Endzeit’, das seinem Namen auch heute wieder alle Ehre macht. Aber auch das Edge Of Sanity-Cover ‘Black Tears’ (trotz einiger schiefer Töne), die INVICTUS-Kracher ‘Sevastopol‘ und ‘The Lie You Bleed For’ oder die ANTIGONE-Zugaben ‘The Weapon They Fear’ und ‘Voice Of The Voiceless’ erweisen sich als kollektive Tobsuchtkataklysatoren.

Diesen fulminanten Abend der „Progression“-Tour irgendwann, irgendwo zu steigern, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Setlist Heaven Shall Burn:

The Omen
Counterweight
Combat
Black Tears
Sevastopol
Endzeit
Behind A Wall Of Silence
Whatever It May Take
The Lie You Bleed For
The Disease
Return To Sanity

The Weapon They Fear
Voice Of The Voiceless
Not My God

Setlist Unearth:

The Great Dividers
Watch It Burn
Shadows In The Light
This Lying World
Eyes Of Black
Endless
Giles
Zombie Autopilot
My Will Be Done

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