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Interview mit Betraying The Martyrs

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Ihr hattet diesen Sommer nicht nur erfreuliche Ereignisse zu verbuchen. Euer Bandwagen mit sämtlichem Equipment hatte Feuer gefangen. Das klingt ziemlich schrecklich. Wie genau ist das passiert?

Wir haben in Los Angeles gespielt und mussten den Wagen sehr schnell irgendwie beladen. Wir hatten einen recht alten Sprinter und nach knapp drei Stunden Fahrt hat der Generator dann Feuer gefangen und es brannte im hinteren Teil des Wagens. Wir haben angehalten und mussten alle raus. Es war so gegen 4 Uhr morgens und der Sprinter ist komplett explodiert. Das war irre.

Ihr habt danach eine GoFundMe-Kampagne gestartet und um spenden gebeten. Konntet ihr euer Equipment komplett neu beschaffen?

Ja, das hat super geklappt und wir haben mittlerweile alles zurück. Noch besser: Jetzt haben wir sogar neue Sachen. (lacht) Es war aber natürlich echt blöd, dass wir die ganze Tournee absagen mussten. Das hat uns aber auch gezeigt, wie nett und wunderbar unsere Fans sind.

Das war eure erste Headliner-Tour in Nordamerika, richtig? Habt ihr denn schon Ersatzdaten?

Ja, wir haben bereits eine neue Tour für März gebucht ja, aber es wird keine Headliner-Tour sein.

Mitte September (13.9.) habt ihr ein neues Album RAPTURE rausgebracht. Es klingt musikalisch sehr viel mehr nach eurem Debüt als nach unmittelbaren Vorgängern. Hat euch die Nostalgie gepackt?

Nein, das eigentlich nicht! Das zweite und dritte Album haben wir sehr in Eile geschrieben. Dabei haben wir im Tourbus und wo auch immer sich Zeit bot, gearbeitet. Dabei hat man sich nie wirklich richtig in die Materie eingefühlt. Wir hatten ziemlichen Druck, die Platten fertig zu bekommen und dieses Mal nahmen wir uns ich glaube insgesamt dreimal drei Wochen Zeit am Stück im Studio auf einer Farm in Frankreich. Da waren wir dann unter uns, es gab keine äußeren Einflüsse und dadurch entwickelte sich alles ein bisschen natürlicher. Ich denke, das ist der Grund dafür. Nachdem wir es dieses Mal so gemacht haben, will ich es auch nicht noch mal anders machen. Musikalisch ist es dann auch ein bisschen düsterer und härter geworden. Der Titel drückt dabei auch den Klang der Musik aus. Es klingt – vor allem der letzte Song – sehr apokalyptisch, deswegen sollte der Titel das auch gut repräsentieren. Er bezieht sich daher nicht wirklich auf die Thematik der Songs. „Rapture“ ist auch eher ein religiöses Wort. Wir haben uns aber nur dafür entschieden, um das Ende der Welt, das sich klanglich zeigt, darzustellen.

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Mit Religion hat das Ganze als nichts zu tun?

Nein, überhaupt nicht. Für mich persönlich nie! Die Band war ja zu ihrer Gründung durch den damaligen Fronter (Eddie Czaicki), der sehr christlich war, eben auch als solche gelabelt. Die erste EP behandelte noch jede Menge christliche Themen und dann kam ich in die Band. Ihr wollt übers Christentum singen? Nein, lieber nicht! Wenn man erst einmal als christliche Band abgestempelt wird, ist es echt schwierig dem wieder zu entkommen, selbst noch nachdem wir vier komplette Alben gemacht haben und nichts davon auch nur im Ansatz religiös gewesen ist. In unserer Band gibt es nach wie vor gläubige Christen, aber die Musik soll das nicht repräsentieren. Wir wollten, dass die Musik für jeden ist und deswegen soll sie thematisch offen und für jeden zugänglich sein. Ein Moslem wird sich die Platten beispielsweise wahrscheinlich nicht anhören, wenn sie christliche Texte beinhaltet.

Seid ihr mit dem Feedback zu RAPTURE bisher zufrieden?

Ja, auf jeden Fall! Wir waren tatsächlich ziemlich nervös, weil es doch ein sehr in sich variables Album geworden ist. Es gibt ein paar sehr melodische Lieder und einige sehr heftige Nummern. Wir hatten Angst, dass die Leute das nicht verstehen, aber bei uns kam bisher eigentlich nur positives Feedback an. Den einen oder anderen Hater gibt es natürlich immer bei YouTube, aber die gibt es da immer! Im echten Leben trifft man die nie.

Mit wem habt ihr an der Platte zusammengearbeitet?

Mit so ziemlich jedem: die Instrumente haben wir mit einem Typen namens Tomáš Raclavský in Tschechien aufgenommen. Er spielt in der Band Modern Day Babylon. Der Gesang wurde dann in London zusammen mit Justin Hill von Sixth eingetütet, bearbeitet wurde es dann in Paris und gemixt in Schweden. Es war also echt überall.

Für euch ja perfekt, wenn es dann auch überall und nicht nur in eurer Heimat gehört wird. Gibt es denn in Frankreich eigentlich eine große Metalcore-Szene?

Tatsächlich ja! Das war vor ein paar Jahren jedoch noch nicht der Fall, aber mittlerweile gibt es so einige gute französische Bands, wie: Landmvrks, Novelists oder Rise Of The Northstar. Vor ein paar Jahren war die Szene aber wirklich noch sehr klein.

Einen Bericht zum diesjährigen Euroblast Festival gibt es in der aktuellen METAL HAMMER-Ausgabe. Diese bekommt ihr ab dem 16.10.2019 am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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