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Kein Streaming-Geld mehr für KI-Musik

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Der Musik-Streaming-Dienst Tidal geht gegen die anwachsende Flut rein KI-generierter Musik vor. Das macht der Dienstleister nun in einem Statement klar, welches per Mail  an seine Nutzerinnen und Nutzer verschickt wurde.

Tidal bewegt sich auf einem hart umkämpften Markt, der von Platzhirsch Spotify dominiert wird. Weitere Mitbewerber sind unter anderem Deezer, Amazon Music Unlimited, Apple Music und Rokk. Tidal bemüht sich seit jeher, sowohl durch Audioqualität bei den Hörerinnern und Hörern zu punkten als auch durch alternative Ausschüttungsmodelle, bei denen mehr Geld bei den Labels, Musikerinnen und Musiker landen soll. Mit seinen neuen KI-Richtlinien macht Tidal einen neuen, wichtigen Schritt.

Transparenz und Verbannung

Tidal kündigt an, künftig kein Geld mehr an Erzeuger von KI-generierter Musik auszubezahlen. Außerdem soll für die User transparent gemacht werden, wenn es sich um KI-Musik handelt.

Damit nicht genug: Sobald die Erkennungstechnologie ausgereift genug ist, möchte Tidal diese Einschränkung auf Musik ausweiten, die „im Wesentlichen durch KI erzeugt wurde“, also nicht nur vollständig aus dem Computer stammt.

Streaming-Plattformen gegen KI-Musik

Damit schließt sich Tidal dem auf Seiten von Fans und Plattformen wachsenden Widerstand gegen KI-Musik an und setzt konsequent ein wichtiges Zeichen.

Vergangenes Jahr kündigte Spotify an, künftig gegen die Auswüchse von Musik durchgreifen, die mithilfe von KI erzeugt wurde und entfernte 75 Millionen Tracks. Unter anderem waren Tracks ohne Zustimmung auf Profilen verstorbener Künstler veröffentlicht worden.

Deezer beklagte, dass fast die Hälfte aller neuen Uploads KI-generiert sei, markiert diese Songs seit Sommer 2025 entsprechend und schließt sie von algorithmischen Empfehlungen aus. Bandcamp hat im Januar 2026 den Upload von KI-Musik verboten.

Das Statement von Tidal zur neuen, strengen KI-Richtlinie:

„Tools zur Musikgenerierung mittels KI verändern die Art und Weise, wie Musik geschaffen und verbreitet wird. Im Zuge der Weiterentwicklung dieser Technologie führt Tidal Plattformstandards ein, um Künstler und ihr Schaffen zu schützen und die Hörer zu informieren. Hier sind die wichtigsten Punkte unserer neuen KI-Richtlinie:

Tidal wird KI-generierte Musik in unserer App erkennen und kennzeichnen. Hörer sehen dann ein ,AI‘-Symbol neben Musiktiteln, die wir als vollständig KI-generiert identifizieren.

Tidal duldet keine durch KI generierte Musik, die sich als ein Künstler oder eine Gruppe ausgibt oder betrügerische Aktivitäten begünstigt. Wir führen automatisierte Tools ein, um diese Veröffentlichungen unverzüglich und fortlaufend zu entfernen.

Tidal gestattet keine Monetarisierung von Musik, die vollständig durch KI erzeugt wurde. Für solche Veröffentlichungen werden keine Tantiemen gezahlt, und auch KI-generierte Uploads sind nicht für den Direktverkauf an Fans zugelassen.

Wir werden diese Richtlinie auf Musik ausweiten, die im Wesentlichen durch KI erzeugt wurde, sobald die KI-Erkennungstechnologie dafür ausreichend zuverlässig ist.

Diese Änderungen treten ab dem 15. Juli in Kraft.

Für die Musik:

Das Tidal-Team“


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Sharon Osbourne verteidigt Pläne für Ozzy-Avatar

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