Ob Djent nun wirklich ein Genre ist, wird seit jeher heiß diskutiert. Unter den schärfsten Kritikern finden sich unter anderem auch Musiker*innen, die selbst Teil einer solchen Djent-Band sind. Nur, dass sie sich nicht als solche bezeichnen würden. Auch Monuments-Gitarrist John Browne steht dem Ganzen eher abgeneigt gegenüber: Seiner Ansicht nach haben all jene Bands, die versuchten (und gnadenlos scheiterten), in Meshuggahs gigantische, für sie dann doch viel zu verfrickelte Fußstapfen zu treten, den Djent verwässert. Und kopiert. Es muss nicht angefügt werden, dass es natürlich auch genug andere Bands gibt, die das Gegenteil beweisen und dem Djent ihren eigenen Stempel aufgedrückt haben. Eine davon – natürlich: Monuments.
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Früher oder später hat sich wohl jeder Mensch, der auf seine ganz eigene Art aus der strammen Reihe der Gesellschaft fällt, folgende Frage gestellt: Wo finde ich ebenso nerdige Menschen, die meine Gehirnwindungen verstehen? Das 21. Jahrhundert liefert eine einfache Antwort: Das Internet. Im Rahmen des Djent fanden sich dort zahlreiche Musiker*innen, die dieselbe musikalische Ästhetik vertraten (und sich oft als Meshuggah-Fans identifizierten). Damit unterschied sich der im Internet-Zeitalter geborene Djent deutlich von allen Genres, die vor ihm kamen: Vor nicht allzu langer Zeit versammelten sich Jugendliche in den staubigen Wüsten um Palm Desert und gebaren den Stoner Rock, etwa zeitgleich entstand der Grunge in den versifften Proberäumen Seattles. Djent brauchte keine lokale Nähe, war stattdessen ab der ersten Stunde eine Szene, die sich über Großteile des Globus erstreckte. Dank des Internets.
Tosin Abasi ist nicht nur Kind der 80er, sondern auch Teil der Generation Y – der ersten Generation, die im Zeitalter des Computers, Internets und der mobilen Kommunikation zwischen Ladekabeln, verlorenen WLAN-Passwörtern und Wikipedia groß geworden ist. Er gilt als Gitarren-Virtuose, stellte sein Licht viel zu lange in den Schatten – anfänglich lehnte er aus Bescheidenheit sogar die Aufnahme eines Soloalbums ab. Zum Glück entschied er sich um und gründete eine Band, die Progressive Metal mit Jazz und – Überraschung – Djent verheiratet.
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METAL HAMMER-Chefredakteur Sebastian Kessler nimmt sich Zugaben bei Konzerten an und hinterfragt das Prozedere.
Liebe Metalfans! Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, und nach dem Ende geht’s noch weiter. Letzteres ist mittlerweile so selbstverständlich, dass manchem Abschluss jeder Zauber fehlt. Das Phänomen beobachte ich schon länger; zuletzt wurde es mir beim Tourneestopp von Cradle Of Filth offenbar. Tolles Konzert, spitzen Setlist – schließlich (oder eben: nicht) geht die Band von der Bühne und das olle Zugabespiel beginnt. Das Publikum macht halblaut mit, fabriziert das Nötigste an Applaus, begibt sich in den Abwartemodus. Dabei hatten alle Bock auf mehr, wie sich zeigt, als die Show weitergeht. Aber: Dass es weitergeht, war sowieso klar, stand so…