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Maik Weicherts Kolumne: Weise Worte

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Heaven Shall Burn Maik Weichert
Heaven Shall Burn 19.03.2010 Session
Weimar – , Germany

Wir freuen uns und sind stolz, euch unseren neuen Kolumnisten vorstellen zu können: Ab jetzt wird Maik Weichert von Heaven Shall Burn zwei Mal im Monat für euch die Finger fliegen lassen. Allerdings nicht übers Griffbrett, sondern über die Tastatur!

Jedes Mal zum 1. und 15. eines Monats, wird ein weiterer Teil seiner Kolumne online erscheinen.

Den Anfang macht eine hintergründige Beobachtung zum Thema ähnlich klingender Sänger. Und es sei schon so viel verraten: Die Offenbarung ist schockierend!

Doch nun viel Spaß bei Maiks erstem Beitrag!

Hannoveraner Turnhosenträger

Dass man manche Bands besonders geil findet, weil der Sänger an eine andere coole Band erinnert, ist ja nichts Neues. Da gibt es Sänger die nach Ozzy klingen, nach Bruce Dickinson, oder auch James Hetfield. Und ehrlich gesagt, wären manche dieser Bands auch gar nichts Besonderes ohne diesen Sangeszwilling.

Was aber eigentlich alle diese Bands gemeinsam haben ist, dass auch ihr musikalischer Stil den Original-Bands ähnelt – was ja auch naheliegend und logisch erscheint.

Worauf ich hinaus will?!

Es gibt eben auch Fälle, bei denen das nicht so ganz zutrifft – Bands, bei denen zwar die Stimme des Sängers an ein Original erinnert, aber die Musik mal gar nicht. Das heißt nicht, dass dann so eine Band scheiße ist, ganz im Gegenteil: z.B. Volbeat mit ihrem Elvis/Danzig-Gesang sind Hammer. Paradise Lost vor einigen Alben auch, als man öfter dachte, James Hetfield sei am Mikro.

Aber was mir neulich passiert ist, ist viel bemerkenswerter. Ein Kumpel und ich wollen zu einer Show fahren – Supermänner wie wir sind, lassen wir natürlich unsere Freundinnen nicht zu Hause sitzen, sondern nehmen sie mit (oder sie nehmen uns mit, wie auch immer…)

Doch damit nicht genug. Damit es der holden Weiblichkeit auch nicht zu langweilig wird, macht man auch mal eine CD der Freundin an – eben nicht die neue Nile oder Necrophagist, sondern BoySetsFire, Thrice, Lacuna Coil oder so was.

Weil er nun zu seiner Skatrunde wollte, und wegen des Saufgelages nicht selber fahren wollte, nahmen wir auch noch den Vater meines Kumpels bis zu seiner Stammkneipe mit.

Wir fahren also los – alles schön soweit.

Ich lege für die Mädels die neue Ignite-CD ein.

Nach der Hälfte des ersten Liedes meint unser älterer Fahrgast plötzlich und unvermittelt: „Geil! Ist das die neue Scorpions? Die rocken ja wieder richtig!“

Ähhhhhhhhhh, wie bitte? „Na die CD. Das sind doch die Scorps, geile Scheiße. Kenne zwar die neue hier noch nicht, aber den Meine erkenn´ ich unter Tausenden!“

Öhm nee, Rudi. Das sind definitiv nicht die Scorpions, das sind Ignite aus Orange County, nicht aus Hannover!

Doch plötzlich bleibt mir mein überhebliches Grinsen im Halse stecken. Scheiße, der Mann hat Recht! Das klingt beim ersten Hinhören 100% wie Klaus Meine! Dieser Gulasch-Antikommunist von Ignite klingt genauso wie der göttliche Klaus aus Hannover! Ich vergöttere die Scorps seit frühester Jugend und auch Ignite musste ich mir gezwungenermaßen oft anhören, aber das ist mir noch nie aufgefallen.

Warum auch?

Wer bringt diese beiden Bands schon miteinander in Verbindung?

Nie wieder werde ich im Sommer zu ‘Love At First Sting’ unbeschwert bei voller Lautstärke durch die Landschaft düsen können, vor meinem geistigen Auge die Flying V im Anschlag und das Stadion voller fanatischer Fans – ohne daran zu denken, dass da auch ein Hobby-Bodybuilder mit Turnhose und Unterhemd am Gesang sein könnte.

Widerlich!

Wie gut hat es da meine Freundin. Wenn die Ignite hört, kann sie immer dran denken, dass da nicht ein braungebrannter, muskulöser Surfer am Mikro ist, sondern ein eher schmächtiger Hannoveraner Gott am Gesang – Jahrgang 1948.

Wie ungerecht das ist!

Axel Jusseit Krefeld Germany

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Diese Musiker senden James Hetfield positive Gedanken

Nachdem Metallica ihre Australien- und Neuseeland-Tournee auf unbestimmte Zeit verschoben haben, weil James Hetfield erneut dem Alkohol abschwören muss, melden sich nun diverse Musiker-Kollegen zu Wort. Unter anderem Jamey Jasta (Hatebreed), Randy Blythe (Lamb Of God), ex-Metallica-Bassist Ron McGovney und Slipknot wünschen "Papa Het" alles Gute und, dass er seine Sucht schnell wieder los wird. So teilt Jasta offen und ausführlich seine Gedanken in seinem privaten Instagram-Konto. "Direkt nach einem Konzert habe ich von den News über @papa_het_ erfahren und möchte kurz ein paar Worte über Sucht und Therapie loswerden. Es ist wirklich lobenswert von James, dass er Hilfe sucht, und…
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