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Marilyn Manson: Konzert in Großbritannien abgesagt

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Diesen Herbst kommt Marilyn Manson mit seinem aktuellen Studioalbum ONE ASSASSINATION UNDER GOD – CHAPTER 1 auf Europatournee. Das geplante Auktaktkonzert im britischen Brighton am 29. Oktober 2025 wird jedoch nicht stattfinden. So informierte Ticketmaster die Kundschaft darüber, dass das Konzert nicht mehr stattfindet und sie Rückerstattungen erhalten. Die Kampagne „No Stage For Abusers“ teilt ihren Triumph unterdessen via X.

Verjährt

Marilyn Manson, dessen bürgerlicher Name Brian Warner lautet, wurde bekanntermaßen mehrfach des Missbrauchs beschuldigt. Er bestritt die Vorwürfe stets vehement. Gebrandmarkt ist er jedoch allmal. Nach mehrjährigen Untersuchungen verkündete die Staatsanwaltschaft von Los Angeles Anfang dieses Jahres, „dass die Anschuldigungen der häuslichen Gewalt außerhalb der Verjährungsfrist liegen.“ Auch könne man „die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs nicht komplett zweifelsfrei beweisen.“ Unter anderem erhoben seine ehemalige Assistentin, die Schauspielerinnen Evan Rachel Wood und Esmé Bianco sowie Model Ashley Morgan Anschuldigungen gegenüber Warner.

Protest

Gleich zwei Politikerinnen aus Großbritannien haben sich gegen die geplanten Auftritte in Bournemouth (am 31. Oktober) und eben Brighton ausgesprochen. Erst kürzlich verfasste die Parlamentsabgeordnete Siân Berry einen offenen Brief an den Stadtrat von Brighton and Hove. „Viele Überlebende in Brighton und Hove sowie Organisationen, die diese unterstützen, haben ernsthafte Bedenken bezüglich dieser Buchung und seiner Wirkung“, heißt es darin.

Weiterhin habe der Stadtrat „die Verantwortung zu handeln, wenn Diskriminierung, Belästigung oder Viktimisierung drohen.“ Außerdem sei „das Niveau und die Natur der Vorwürfe gegen Marilyn Manson für sich genommen schon genug besorgniserregend. Genauso besorgniserregend ist die Botschaft, die davon ausgeht, indem man eine Plattform für dieses Individuum in der größten öffentlichen Spielstätte der Stadt anbietet.“ Ebenso könnten „Überlebende“ die Show als falsches Signal verstehen.

Unterstützt wurde Berry von den Organisationen Survivors’ Network, Reclaim The Night Brighton & Hove, The Queery Co-Op und die University of Sussex Students’ Union, die das Schreiben mit unterzeichneten. Die Verantwortlichen sahen sich nun offensichtlich in Zugzwang, weshalb der Auftritt von Marilyn Manson nicht stattfindet. Nun bleibt abzuwarten, ob Bournemouth oder andere Städte nachziehen.

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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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