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Megadeth: Blitz-Gescheit

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Das komplette Interview mit Dave Mustaine von Megadeth findet ihr in der METAL HAMMER-Februarausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

„Darüber nachzudenken, wie groß die Band hätte werden können, wenn diese Jungs nicht versucht hätten, uns kleinzuhalten – das ist ein Teil des Grunds, warum wir den Bonustrack gemacht haben.“ Der sagenumwobene Bonustrack von MEGADETH: die Cover-Version vom durch Metallica populär gemachten ‘Ride The Lightning’. Nun könnte man den schnellen Schluss ziehen und Dave Mustaine einen reinen Publicity-Stunt unterstellen. Wenn es einer wäre, dann ein erfolgreicher: Andeutungen über den Track auf den Sozialen Medien hatten die Diskussionen und Theorien der Fans bereits angeheizt; die anschließende Bestätigung wurde schnell zum Gesprächsthema Nummer eins in der Szene.

Ein cleverer Gedanke

Tolle Werbung für das Album einerseits – mehr Aufmerksamkeit, als einem Bonustrack zuzustehen sein sollte, andererseits. Auch, mit dem Song Öl ins Feuer der jahrzehntealten Fehde zu gießen, um davon zu profitieren, ist ein naheliegen­der Vorwurf. Oder man verneigt sich anerkennend vor Mustaines Chuzpe; zumal er sich entwaffnend friedfertig gibt: „Der Song soll als Abschluss dienen, den Kreis schließen und meiner Zeit in der Band Tribut zollen. James ist ein großartiger Gitarrist und Lars ein großartiger Songwriter. Es war also keine schwierige Entscheidung, einen der Songs zu covern, die ich geschrieben habe.“

Es sei ihm unbenommen: seine Beteiligung an ‘Ride The Lightning’ ist ebenso geschichtlich verbrieft wie sein unrühmliches Ausscheiden aus der Band und die lebenslangen Frotzeleien zwischen Metallica und Megadeth. Warum also nicht zum Karriereende die einmalige und letzte Chance ergreifen, seine eigene Vision des Stücks zu verfolgen? Oder, geschäftsmäßiger ausgedrückt: sein geistiges Eigentum zurückzuerobern. Eine Sichtweise, die Mustaine nicht bestätigen, aber zumindest lachend anerkennen kann: „Das ist eine sehr kluge Sicht darauf. Ein cleverer Gedanke.“ Er nimmt sich ein paar Sekunden, eine unanfechtbare Antwort zu formulieren: „Ich glaube nicht, dass ich damit versucht habe, geistiges Eigentum zurückzugewinnen, aber …“, betont er, „… ich muss sagen, es war sehr lohnend, den Song wieder zu spielen und zu spüren, wie es sich angefühlt hätte, wenn ich den Track im wirklichen Leben hätte fertigstellen können.

„Ich habe sie noch nicht gehört“

Aber wir waren damals Kinder, und jetzt sind wir hier, so viele Jahre später, so anders.“ Sicher ist: Tausende Hobby- und Profigitarristen werden die 2026er-Version in allen Einzelteilen analysieren und ihre Vergleiche zur 1984 veröffentlichten Metallica-Aufnahme ziehen. Und möglicherweise lacht sich Mustaine jedes Mal ins Fäustchen, wenn Hetfield, Ulrich und Hammett der Frage nach ihrer Meinung zur Megadeth-Version mit einem bemüht unbewegten „Ich habe sie noch nicht gehört“ ausweichen. Aber nur heimlich. Und nur möglicherweise.

Eine ausführliche Wertschau der Megadeth-Alben findet ihr in METAL HAMMER 02/2026. Die Titel-Story klärt außerdem unter anderem, welche körperlichen Zipperlein den Megadeth-Chef beschäftigen und wie wichtig die anderen Band-Mitglieder beim Komponieren von MEGADETH waren. Die METAL HAMMER-Februarausgabe 2026 ist erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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