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M’era Luna 2018: Herzerwärmende Balladen und Abschied

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Wie weggeblasen sind die eher trüben Gedanken an das vergangene Jahr. Abgesoffenes Gelände, geflutete Zelte, Regen en masse – die Stimmung, zumindest zu Beginn, mindestens so grau wie der wolkendurchzogene Himmel. Und heute? Strahlender Sonnenschein wohin das Auge reicht, stets ein kühles Lüftchen; das M’era Luna 2018 scheint unter einem guten Stern zu stehen.

Schnell füllt sich der komplette Zeltplatz mit Liebhabern düsterer Klänge. Wer später anreist muss teils lange suchen, bis er ein freies Fleckchen für Zelt und Pavillon ergattern kann. METAL HAMMER stürzt sich mitten ins Szene-Getümmel und berichtet über ausgewählte Highlights.

Attraktion mit Gruselfaktor

Das M’era Luna in seiner vollen Schönheit zu erfassen ist zwar leichter, als jährlich auf dem Wave Gotik Treffen durch Leipzig zu tingeln, dennoch wäre ein Double notwendig, um alles angemessen begutachten zu können. Neben zahlreichen Konzerten auf der Mainstage und im Hangar, besticht vor allem der Mittelaltermarkt durch sein vielfältiges Angebot an Handwerkskunst, Leckereien, Schmuck, Feuershows und weiterer Aufführungen auf der kleinen Bühne.

Hinzu kommen Lesungen, Workshops, Modenschauen und als ganz spezielle Attraktion in diesem Jahr: Eine Geisterbahn! Von aufkommender Langeweile keine Spur. Die Besucher sind hochmotiviert und so ist es kein Wunder, dass bereits zur frühen Morgenstunde am Samstag reges Treiben herrscht.

Herzerwärmende Balladen

Die Main Stage eröffnet mit Cyborg, die Gewinner des diesjährigen Newcomer-Wettbewerbs. Mit 55,3 Prozent konnten die Sci-Fi-Metaller aus Hamburg das Rennen für sich entscheiden. Ein Stückchen mehr Erfahrung haben Erdling. 2016 feierte die Band ihr Festival-Debüt in Hildesheim, jetzt sind die Neue Deutsche Härte-Huldiger mit ihrem aktuellen Album DÄMON zurück.

„Wir würden uns freuen, wenn wir den Laden hier mal so richtig abreißen“, kündigt Sänger Nils Freiwald an. Und tatsächlich, die Musiker erzeugen beachtlich Stimmung und wecken die vom Disco-Freitag noch müden Knochen auf. Nach den Gothic-Rockern Merciful Nuns sorgen Zeraphine für tonnenweise Romantik-Stimmung. Hervorragend kredenzt hierzu:

Das schmachtende ‘Be My Rain’ sowie das doch eher traurig anmutende ‘Kaltes Herz’, welches von der Band als „nicht Festival-kompatibel“ betitelt wird, die Hörer aber in andächtiges Mitwippen verfallen lässt. Mit Mitwippen geben sich Tanzwut nicht zufrieden – nein! Hier ist ab Song Nummer eins – ‘Schreib es mit Blut’ – mehr Bewegungswille gefordert! „Lasst uns ein Meer von Händen sehen“, fordert Sänger Teufel die Meute an die Arme zu ‘Meer’ gen Himmel zu strecken.

Wie oft die Berliner schon das M’era Luna gerockt haben, ist der Truppe leider entfallen – vielleicht das 13. Mal? Die mehr als offensichtliche Überleitung zu ‘Freitag der 13.’. Mit einem kleinen Seitenhieb gegen die BILD-Zeitung zu ‘ Das Gerücht’ und einem abschließend auffordernden „Lasst uns durchdrehen!“ macht die Mittelalter-Kombo Platz für Lord Of The Lost.

Ruhe in Frieden, Gitarre

Die Männer um Sänger Chris Harms verkörpern die perfekte Harmonie aus hart und melodisch. Mit viel Schminke, Latex und Glitzer ist die Gruppe zudem auch optisch ein Hingucker. Nebenbei bringt der so unnahbar erscheinende Frontmann sicher das ein oder andere Damenherz zum Schmelzen.

Los geht es direkt mit einer Nummer aus dem kürzlich erschienenen Album THORNSTAR: ‘On This Rock I Will Build My Church“. Gegen Ende zerschmettert Harms seine Gitarre auf der Bühne – Rockstar-Attitüde kann der Mann. Zum finalen ‘La Bomba’ rastet nicht nur das Publikum aus, auch Bassist Klaas Helmecke scheint voller Adrenalin zu stecken und investiert dieses erst einmal in eine Runde Crowdsurfen. Jetzt bloß keine Müdigkeit vorschützen!

Feuertaufe

Auch The 69 Eyes, Apoptygma Berzerk und Ministry wollen die Menge noch in voller Blüte erleben; von In Extremo ganz zu schweigen: „Es ist uns eine Ehre, hier bei euch zu sein“, verkündet Sänger Michael Rhein nach den ersten beiden Nummern ‘Quid Pro Quo’ und ‘Feuertaufe’. Mit viel Pyro und Feuer verwandeln In Extremo die Bühne in ein Lichtermeer und liefern eine mehr als eindrucksvolle Kulisse zum Sonnenuntergang.

Dann auch noch die Klassiker ‘Rasend Herz’, ‘Rotes Haar’ und ‘Sängerkrieg’ – was will Fan mehr? Vielleicht eine Runde schunkeln zu ‘Sternhagelvoll’? Schließlich fließt selbst bei einem Gothic-Festival reichli Alkohol! Das Publikum unterstützt diese Annahme mit lauten Mitsing-Chören.

Zum Abschluss des Mainstage-Programms geben sich The Prodigy die Ehre und feiern eine riesengroße Party voller Energie und Intensität. „Der Bass fickt so richtig“, kommentiert ein Zuschauer das dargebotene Spektakel. Einzig die Aufforderung zum Circle Pit findet in Hildesheim nicht sonderlich Anklang – das ist dann doch eine Nummer zu hart. Mit dröhnenden Ohren und ‘Take Me To The Hospital’ endet der Samstag. Jetzt schnell ab in den Schlafsack – denn schon in wenigen Stunden geht es weiter!


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