Mikkey Dee: Scorpions-Shows anspruchsvoller als Motörhead

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Der ehemalige Motörhead-Schlagzeuger und derzeitige Scorpions-Drummer Mikkey Dee wurde kürzlich in einem Interview gefragt, was der Hauptunterschied zwischen dem Trommeln bei Motörhead und dem Schlagzeugspiel bei den Scorpions ist. Das zugehörige Video des „Drum For The Song“-Podcast von Dane Campbell, dem Sohn von ex-MOTÖRHEAD-Gitarrist Phil Campbell könnt ihr euch unten reinziehen.

„Viele Leute sagen: ‚Hey Mikkey, wahrscheinlich schläfst du während des Scorpions-Sets.‘ Und ich sage dir, das ist physisch so viel anspruchsvoller, als Motörhead jemals war. Denn wenn ich bei Motörhead hier und da ins Schnaufen kam, konnte ich einfach zu Phil oder Lemmy rufen: ‚Wartet, Jungs, nehmt einen Drink.‘ Und dann tat ich so, als ob ich die Snare etwas stimmen müsste. Und Lemmy und Phil waren davon nicht schwer zu überzeugen. Sie sind hinter ihre Boxentürme gegangen, nahmen einen Drink und wir sagten: ‚Prost.‘ Und du konntest dich sogar eine Weile auf der Bühne unterhalten.

Straffer Ablauf

Aber bei den Scorpions läuft das wegen unserer Bildschirme und der Produktion alles über einen Click-Track. Ich spiele zwar um den Click herum, aber es muss mit den Texten und dem Zeug auf den Bildschirmen und damit, was in der Produktion passiert, zusammenpassen. Das hatten wir nie bei Motörhead. Hier hat jede Show die gleiche Länge – auf die Sekunde oder Minute genau. Klaus [Meine, Sänger – Anm.d.R.] gibt Stichworte. […] 

Es ist also sehr fordernd. Es geht hoch und runter. Und dann kommt ein Teil im Set, nachdem wir das Akustik-Medley gemacht haben, bei dem wir ‘Wind Of Change’ spielen – und ich tatsächlich auf der Bühne friere. Danach sind es 40 oder 45 Minuten an harten, harten Songs und ein Drum-Solo, das direkt in ‘Blackout’ mündet. Dann kommt direkt ‘Big City Nights’. Das sind 45 Minuten, in denen ich nicht mal die Chance habe, Drumsticks zu wechseln. Das ist also sehr anspruchsvoll für mich. Aber es ist toll. Es ist eine Herausforderung, und ich liebe es. Je müder ich auf der Bühne werde, desto besser spiele ich.“

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