In einem Interview mit The Plowzone Radio Show anlässlich des neuen Armored Saint Albums erzählte der Ex-Anthrax- und aktuelle Armored Saint-Sänger John Bush, dass es normal sei, sich als Musiker von anderen Musikern und ihren Werken beeinflussen zu lassen.
Das Gesprächsthema kam auf, als der Reporter Scott Reece das Akronym „BISC“ in den Raum warf, das sich aus den englischen Wörtern „borrow“ (borgen), „imitate“ (imitieren), „steal“ (klauen) und „copy“ (kopieren) zusammensetzt.
Viele Einflüsse
„All das trifft zu“, bestätigte Bush. „Sogar Mick Jagger hat einmal gesagt, dass nichts unter der Sonne neu ist. So etwa in der Art. Und er ist Teil der Rolling Stones. Aber sie wurden mit Sicherheit von sehr vielen Leuten kopiert.
Ich glaube, der Knackpunkt ist, dass man viele dieser Einflüsse nehmen muss“, fuhr er fort. „Man muss viele von ihnen nehmen, von verschiedenen Quellen und verschiedenen Arten von Musik. Es muss nicht einmal Musik sein, es kann auch etwas anderes Künstlerisches sein. Nimm einen Haufen Einflüsse und vermenge sie in deinem Magen, und wenn du sie erbrichst – ohne jetzt zu bildlich werden zu wollen -, wird das deiner Musik, zusammen mit deiner Persönlichkeit und mit dem, was du bist, Einzigartigkeit geben. Und das ist ja, zumindest für mich, das, was man anstrebt.“
Nicht nur Metal
„Man macht das immer – man borgt, man imitiert, man stiehlt. Jeder macht es ein bisschen. Und kopieren. Das alles stimmt. Es geht nur darum – das Letzte, was man will, ist, dass es zu offensichtlich wird“, gab er zu. „Ich denke aber, wenn man viel Musik hört – stell dir vor, du bist ein Heavy Metal-Musiker, aber alles, was du hörst, ist Metal, also wirst du natürlicherweise alles imitieren. Wenn du aber R&B oder Jazz oder Bluegrass oder vielleicht afrikanische oder indigene Musik hörst und alles aufsaugst und zuhörst und es sozusagen in dir schmoren lässt, wirst du wahrscheinlich nicht so offensichtlich damit sein. Ich denke, das ist der Knackpunkt.“
Zuletzt gab Bush einen Ratschlag: „Wenn man mich jetzt fragen würde, was ich einem angehenden Musiker raten würde, würde ich also sagen ‚Geh sicher, dass du viel Musik hörst. Du willst Metal spielen? Toll. Aber höre viel Musik. Das ist unerlässlich.‘“
Am 22. Mai veröffentlichten Armored Saint ihr neuntes Album EMOTION FACTORY RESET. Am 6. August wird die Band live in Essen zu erleben sein. Für Ende des Jahres haben Armored Saint gemeinsam mit Metal Church eine US-Co-Headliner-Tournee angekündigt.
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