Nach Rückfall: Steven Tyler (Aerosmith) unternimmt Entzugsprogramm

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Aerosmith haben die für Juni und Juli 2022 angekündigten Termine für ihre Las Vegas-Residency „Aerosmith: Deuces Are Wild“ abgesagt, während sich Sänger Steven Tyler auf „seine Gesundheit und Genesung“ konzentriert. Tyler, der bereits seit Jahrzehnten mit der Suchterkrankung zu ringen hat, begibt sich nun aus freien Stücken in eine Rehabilitationsklinik, um so bald wie möglich wieder auf der Bühne stehen zu können.

Das vollständige Statement von Aerosmith

Am Dienstag (24. Mai 2022) teilten die Hard/Blues-Rocker folgendes Statement über ihre Sozialen Medien: „Wie viele von euch wissen, hat unser geliebter Bruder Steven viele Jahre lang an seiner Nüchternheit gearbeitet. Nach einer Fußoperation zur Vorbereitung für die Bühnenshows und der Notwendigkeit einer Schmerzbehandlung während des Prozesses, ist er kürzlich rückfällig geworden und hat sich freiwillig in ein Behandlungsprogramm begeben, um sich auf seine Gesundheit und Genesung zu konzentrieren.

Wir bedauern es sehr, unseren Fans und Freunden mitteilen zu müssen, dass wir unser erstes Set von Auftritten in Las Vegas im Juni und Juli absagen müssen, während er sich auf sein Wohlbefinden konzentriert. Unsere Termine für 2022 werden wir ab September fortsetzen und euch so schnell wie möglich über weitere Neuigkeiten informieren. Wir sind am Boden zerstört, dass wir so vielen von euch Unannehmlichkeiten bereitet haben. Insbesondere unseren treuesten Fans, die oft weite Strecken zurücklegen, um unsere Shows zu erleben.

Wir danken euch für euer Verständnis und die Unterstützung für Steven während dieser Zeit.

Wenn ihr Tickets über Ticketmaster gekauft habt, erhaltet ihr eine Rückerstattung und werdet in Kürze eine E-Mail mit allen Details erhalten. Andernfalls wendet euch bitte an eure Verkaufsstelle, um Informationen zur Rückerstattung zu erhalten.“

 

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Düster im Kaninchenbau

2019 erzählte Steven Tyler – dessen enormer Kokain-, Heroin- und Alkoholkonsum ihm und seinem Band-Kollegen Joe Perry in den Siebziger Jahren den Spitznamen „The Toxic Twins“ eingebracht hatte –, dass er früher viel Spaß am Trinken und am Drogenkonsum empfunden hatte. „Du trinkst einen Jack Daniel’s, spielst im Madison Square Garden, kommst von der Bühne und gehst mit Jimmy Page in einen Club – komm schon“, sagte der 74-Jährige. „Nach zwei Zugaben im Madison Square Garden geht man nicht Shuffleboard spielen. Oder Yahtzee, weißt du? Du gehst aus und rockst, was das Zeug hält. Du hast etwas getan, was du nie für möglich gehalten hättest. Und du denkst tatsächlich, dass du ein übernatürliches Wesen bist.“

Der Musiker erwähnte einmal, er hätte bereits „halb Peru weggeschnupft“. Und musste bald allerdings einsehen, dass ihn der exzessive Drogenkonsum absolut gewissenlos gemacht hatte. „Wir haben Kokain genommen, um hochzukommen, und Quaaludes, um runterzukommen“, berichtete er. „Wir haben getrunken und dann etwas Koks geschnupft, bis wir dachten, wir wären clean. Aber das stimmt nicht – man ist nur betrunken und zugekokst. Das war auch damals schon mehr oder weniger üblich. Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Bands gab, die überhaupt wussten, was nüchtern ist.“

Steven Tyler erklärte, dass sein Drogenkonsum anfangs seine Leistung steigerte, aber schließlich seinen Tribut forderte. Mit der Zeit stellte er fest, dass er stets höhere Dosierungen benötigte, um die gleiche Wirkung zu erzielen. „Eine ganze Zeit lang funktioniert es optimal“, sagte er. „Aber dann geht es schief. Man wird süchtig, man tut es ständig, und plötzlich beginnt es, das Selbst zu beeinflussen. Was beim Drogenkonsum passiert, ist: Am Anfang funktioniert es, aber am Ende nicht mehr. Es bringt dich zu Fall. Es gibt nur den Knast, den Wahnsinn oder den Tod.“

Wir wünschen dem Aerosmith-Frontmann viel Kraft bei dieser stets nervenzehrenden Herausforderung. Für alle Fans hoffen wir, dass die Tour wie geplant im September fortgesetzt werden kann.

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