Nergal: Provokateur & Freiheitskämpfer

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Adam „Nergal“ Darski ist ein streitbarer Geist. Der Macher hinter Behemoth und Me And That Man ist bekennender Antichrist und provoziert gerne mit Aktionen wie dem Zerreißen einer Bibel auf der Bühne und dem Posten religionsverachtender Inhalte. Wir befragen den Polen auf der Fahrt von Warschau nach Danzig zum nächsten Gerichtstermin über die Hintergründe seiner Kampagne ORDO BLASFEMIA.

METAL HAMMER: Nergal, mit „Ordo Blasfemia“ setzt du dich für Kunstfreiheit ein und kritisierst Paragraf 196 im polnischen Strafgesetzbuch. Was genau hat dich zu dieser Kampagne veranlasst?

Nergal: Ich habe mich dazu entschieden, angesichts der aktuellen Situation etwas zu unternehmen. Ich sehe mich als Opfer des übermäßigen Gebrauchs von Paragraf 196 im Namen sogenannter Grundwerte durch bestimmte Individuen der in Polen herrschenden Partei und Leute mit Verbindung zu Ordo Iuris – einer in Polen gegründeten Organisation fundamentalistischer Christen, die ihre Tentakel überall hin ausbreitet, um ihren Einfluss zu steigern.

„Menschen in Polen wird Angst eingejagt“ (Nergal)

Sie wollen den Kern des Christentums ins moderne Leben zurückzubringen – ich halte das für fanatisch, es ist eine konfessionsgebundene Agenda. Durch die Kombination von politischen sowie gefährlichen fundamentalistisch-katholischen Tendenzen sind wir nur einen Schritt von einem totalitären Religionsstaat entfernt.

MH: Was ist in deinen Augen das Hauptproblem von Paragraf 196?

N: Er basiert im Kern auf dem Begriff „religiöse Gefühle“. Das Problem ist der Meinung vieler Polen nach, dass dieser Begriff nicht definiert wird. Sie klagen Menschen deswegen an, dabei liegt ein logischer Widerspruch vor: Sie müssten definieren, was unter religiösen Gefühlen zu verstehen ist und wie diese bemessen werden. Es geht also um etwas Surreales, in dessen Namen Menschen Angst eingejagt wird. Wegen dieses Paragrafen werden Urteile gesprochen, die Menschen hinter Gitter bringen! Das ist krank.

Vielleicht würde es sich nicht so verrückt anhören, wenn wir von beispielsweise Paläs­tina, arabisch-muslimischen Ländern oder radikalen Regimes sprechen würden, in denen religiöse Standards eine erhebliche Rolle spielen. Doch es geht um Polen, Nachbarland von Deutschland und anderen säkularen, pluralistischen Gesellschaften! Hier wird versucht, etwas Archaisches, Anachronistisches aufzubauen, das rückwärtsgewandtes Denken beinhaltet. Ich lehne das ab und halte es für nötig, dies zu artikulieren, Spenden zu sammeln und öffentlich zu zeigen, wie absurd diese Institutionen und deren Gedanken sind.

Kampf für Freiheit

MH: Welche konkreten Szenarien befürchtest du?

N: Ich weiß nicht, wohin das führen könnte. Für mich ist es wichtig, jetzt dagegen aufzustehen. Jeder Fall in Zusammenhang mit Paragraf 196, den sie gewinnen, ermutigt sie dazu, Kunst und freie Meinungsäußerung zu zensieren. Es geht um einen Kampf für Freiheit – darum, die eigene Meinung frei äußern zu können. Es geht nicht nur um mein Recht, Black Metal so radikal und extrem zu machen, wie ich will, sondern um vieles mehr. Auch normale Bürger sollten alarmiert sein. Es geht hier um die Bedrohung einer der wichtigsten demokratischen Grundsätze – das Recht auf freie Meinungsäußerung.

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