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Newsted will keinen neuen Mix von …AND JUSTICE FOR ALL

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Viele Metallica-Fans halten es für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit gegenüber Jason Newsted, dass auf …AND JUSTICE FOR ALL so gut wie kein Bass zu hören ist. Das hatte bekanntlich damit zu tun, dass Schlagzeuger Lars Ulrich ziemlich klare Vorstellungen davon hatte, wie seine Drums klingen sollten. Nun hat der einstige Tieftöner der „Four Horsemen“ in einem aktuellen Interview bei Trunk Nation With Eddie Trunk dazu Stellung bezogen.

Schnee von gestern

Darauf angesprochen, ob er hofft, dass …AND JUSTICE FOR ALL irgendwann einmal neu abgemischt wird, sodass seinen Bassspuren besser zu zur Geltung kommen, entgegnet Newsted: „Nein, Mann. Nein. Es ist, was es ist. Ich finde nicht, dass man zurückgehen und an solchen Dingen herumpfuschen sollte. Dafür bin ich nicht. Ich weiß, dass andere Fans Annäherungen oder Beispiele davon angefertigt haben, wie es sein würde, wenn der Bass auf der Platte lauter wäre. Aber so verbringe ich einfach nicht meine Zeit. Es ist 35 Jahre oder so her — mehr als die Hälfte meines Lebens. Ich schenke dem nicht zu viel Aufmerksamkeit.“

Doch damit nicht genug: Jason Newsted scheint ziemlich genau wissen, woher es kommt, dass Ulrich den Bass herunterdrehen ließ. „Auf der Kassette des originalen NO LIFE ’TIL LEATHER-Demos von Metallica steht: ‚Dreht den Bass auf der Stereoanlage herunter‘ — in der Handschrift von Lars. Hier ging es um das erste Mal, dass jemand seine Band hören würde. Er war da schon so drauf. 1982. So sieht das Spielfeld aus, da fangen wir an.“

Genau hingeschaut

Weiter ordnet Newsted in selbstloser, loyaler und analytischer Manier ein, dass James Hetfield und Lars Ulrich die frühen Metallica-Alben — darunter „die Trilogie der Gottesfurcht, die ersten drei Platten“ —  allesamt auf dieselbe Art erschaffen haben: „In einer zwölf Fuß auf zwölf Fuß messenden Höhle mit einem Schlagzeug und einem Marschall-Stack, der fast die Decke berührt hat, drin. Zwei Leute mit einem Acht-Spur-Rekorder. Und sie gehen ran und machen die Alben, die die Welt verändern. Zwei Personen — und Lars hat die Gitarre aus seinem Monitor gehört, nicht den Bass.

So war es schon immer. Bevor es The Black Keys, The White Stripes, die Flat Duo Jets und diese Art von Bands ohne Bassist gab, gab es James Hetfield und Lars Ulrich als das originale Garagenduo. Die anderen, die dazukamen — Cliff Burton, Kirk Hammett und ich —, waren nur die Verzierung des Garagenduos. Wenn sich das Garagenduo entscheidet, einen Bass in seinem Duo aufzunehmen, dann manchen sie das. Wenn nicht, machen sie es nicht. …AND JUSTICE FOR ALL ist das bestverkaufte Album eines Garagenduos aller Zeiten.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Metallica: Der wahre Grund für Newsteds Ausstieg

Bislang galt es als gesichert, dass Jason Newsted seinen Hut bei Metallica genommen hat, weil ihn die Hauptsongschreiber James Hetfield und Lars Ulrich klein gehalten und ihn künstlerisch wenig bis gar nichts haben beitragen lassen. Als der Bassist 2001 dann das Nebenprojekt Echobrain betreiben wollte, und "Papa Het" darin eine Bedrohung für das große M sah, war das der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte. Wie gesagt: So ging bis dato die Erzählung. Alles ganz anders In einem aktuellen Interview im Let There Be Talk-Podcast von Dean Delray räumt Jason Newsted nun jedoch mit dieser weit verbreiteten Mär auf. "Eine…
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