Nightwish: Die Hörprobe von HUMAN. :II: NATURE.

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Den kompletten Studiobericht mit Nightwish findet ihr im METAL HAMMER 03/2020. Erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Erfahrt hier, was euch bei Sängerin Floor Jansen & Co. am 10. April 2020 erwartet.

Die Hörprobe: HUMAN. :II: NATURE.

VÖ: 10. April

Music

Der Einstieg erfolgt per langem Doppelintro: Erst erzeugen Orchester und Keyboard einen Höhlen-Sound. Dann Trommelwirbel, und aus Uilleann Pipes, Streichern, Chören und Floors erzählendem Gesang wächst schließlich ein Midtempo-Rocker. Klassisches Nightwish-Riffing, Emppu-Solo und Orchester.

Noise

Es geht flott weiter. Emppu hackt in die Saiten, und Floor fährt ihre stimmlichen Krallen aus. Von den Gitarren und dem Gesang kommt kräftiges Stakkato. Troy lässt seine Bouzouki zwischendurch ertönen, aber selbst der Instrumentalteil bringt ein bissiges Duell zwischen elektrischen Gitarren und dem Orchester.

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Shoemaker

Erst ein wenig Zither, dann etwas Piano, bis Emppu die Gitarre krachen lässt. Floor variiert erneut ihren Gesangsstil, liefert sich ein sanftes Duett mit Troy, und lässt sogar ihre Klassik-Power aufblitzen. Ein langer Orchesterabschnitt und das triumphale Finale tragen die Handschrift von Tuomas und Pip Williams.

Harvest

Huch, ein waschechter Folk-Rocker, der selbst Runrig-Fans abholen wird? Troy macht das gesanglich und instrumental möglich. Floor und Marko leisten ihm im Refrain Schützenhilfe. Bouzouki, Gitarren, Flöte, Keyboard und Uilleann Pipes schieben das Orchester nach hinten – ein gelungenes Kontrastprogramm.

Nightwish kurz, hart und konzentriert

Pan

Klingelnde Keyboard-Kaskaden führen das Stück ein. Floor zieht ihre Stimme in unerwartete Höhen. Im Refrain gibt es dann das volle Brett, und Emppu wird schroff. Dazu serviert der Chor satte Frauen-Power. Wie auch bei ‘Noise’ kommt etwas IMAGINAERUM-Feeling auf. Nightwish kurz, hart und konzentriert.

How’s The Heart?

Erst schlägt ein Herz, dann führen Troys Sackpfeifen auf Folk-Kurs, den ein tänzelnder Rhythmus zusätzlich unterstreicht. Floor erzählt glockenhell singend eine Geschichte und steht im Vordergrund, während die Instrumente etwas in den Hintergrund rücken. Der muntere Song variiert spielerisch das Grundthema.

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Procession

Synthesizer kommen mit sanfter Unterstützung durch Floors Stimme auf den elektronischen Punkt. Piano, Pipes, Sopran sowie eine klagende Violine sorgen für melancholische Momente. Schlagzeug und Gitarren geben kurz Zwischengas, dann wird es wieder subtil. Tuomas spielt meisterhaft auf der Gefühlsklaviatur.

Gespannte Beobachter: Nightwish überzeugen sich selbst von den ersten Reaktionen der Pressevertreter.

Tribal

Die Rhythmusabteilung sorgt für amtlichen Druck. Floor geht mit Wucht zur Sache und zeigt, dass sie auch dreckig kann. Emppus Gitarren heizen noch mehr ein, und auch Kai darf zwischendurch richtig reinhauen. Orientalisierende Untertöne und leichte Dissonanzen runden diesen flotten Kracher ab.

Endlessness

Nach einer elegischen Eröffnung übernimmt Marko das gesangliche Kommando. Von sinfonischem Metal schwingt das Pendel zu einem geradlinigen Rocker, dessen Grundstimmung von Sehnsucht geprägt ist. Nach einem Orchesterausflug übernimmt Floor, und zum Finale kommen Marko und Troy dazu. Fett.

Detailfülle

All The Works Of Nature Which Adorn The World

Der letzte Song bekommt aufgrund seines epischen Umfangs eine eigene CD spendiert. Außer zwei von einer Frauenstimme gesprochenen Passagen an Anfang und Ende wird Gesang in diesem meist orchestralen Instrumental lediglich lautmalerisch eingesetzt Dieser achtteilige Blockbuster strotzt vor Wendungen und Wechseln, greift Motive des Albums auf und führt neue ein. Mal blitzt ein Hans Zimmer-Einfluss auf, dann klingt es wieder pur nach Tuomas. Die Harfe und ein Uilleann Pipe-Solo fallen im Erstdurchgang auf. Großes Kopfkino!

Fazit: Wer Nightwish noch nie leiden konnte, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch durch HUMAN. :II: NATURE. nicht zum Fan werden. Die Finnen sind sich zu hundert Prozent treu geblieben, obwohl sie viele neue Ideen ausprobieren. Es wird einige Durchläufe brauchen, um die Detailfülle der Songs auch nur im Ansatz zu erfassen. Doch schon bei der ersten Hörprobe zündet das Doppelwerk von Anfang bis Ende. HUMAN. :II: NATURE. ist ein Füllhorn kreativer Einfälle, emotionaler Momente und musikalischer Virtuosität auf höchstem Niveau. Nightwish haben sich einmal mehr selbst übertroffen.

Den kompletten Studiobericht mit Nightwish findet ihr im METAL HAMMER 03/2020. Erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

(c) C. Kersten
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