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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Pentakill: Metal für Champions

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Fangen wir ganz vorne an. ‘League Of Legends’ ist ein Multiplayer-Online-Game. Nicht irgendeines, sondern eines der ganz großen mit gerne mal 100 Millionen Spielern im Monat. Der Spieler schlüpft in einen „Champion“, um sich gemeinsam mit seinen Teammitgliedern gegen ein feindliches Team um Erfahrungspunkte, Gold und Landgewinn zu kloppen. Klingt kriegerisch, fantastisch, gemeinschaftlich – eben nach Metal! Das dachte sich auch Entwickler Riot Games und etablierte kurzerhand eine virtuelle Band im Spielekosmos: Pentakill.

„Die Band existierte bereits in ‘League Of Legends’, aber hatte noch keine Musik“, blickt Toa Dunn, seines Zeichens Head Of Riot Games Music, zurück. „2014 haben wir entschieden, sie wie eine richtige Band zu behandeln und das Metal-Album SMITH & IGNITE herauszubringen.“ Schon damals mit an Bord, um den Pixelwesen mit seiner Stimme echtes Leben einzuhauchen: Jørn Lande, bekannt durch Bands wie Masterplan oder Avantasia. Der Schwede erinnert sich an seine Rekrutierung. „Riot Games-Musikproduzent Christian Linke (Lesern nahe der 40 womöglich bekannt als Mitglied der deutschsprachigen Alternative-Rocker Panik beziehungsweise Nevada Tan – Anm.d.A.) nahm Kontakt mit mir auf, da er Fan von unter anderem Masterplan war. ‘Lightbringer’ und ein paar andere Nummern waren schnell erfolgreich, doch erst 2016, mit II: GRASP OF THE UNDYING, gelang wirklich die Überkreuzung zwischen Spiele- und Metal-Fans.“

Ritter der Tafelrunde

Manch legendäre Schlacht und fünf Jahre später sind Pentakill wiedervereint und legen das neue Album III: LOST CHAPTER vor. Hinter den virtuellen „Champions“ stecken allerlei bekannte Namen und Gesichter: Neben Jørn Lande als Stimme von Karthus unter anderem Sängerin Noora Louhimo (Battle Beast) als Stimme von Kayle sowie Adam „Nolly“ Getgood (Periphery). „Die Band war bereit, wieder zusammenzukommen“, freut sich Toa Dunn. „Wir haben mit dem Album angefangen, als die Pandemie kam. Das hat das Aufnehmen der Musik schwierig gemacht, da viele von uns auf unterschiedlichen Seiten der Erde leben. Aber wegen der Begeisterung hinter dem neuen Album waren alle fähig dazu, ihren kreativen Weg zu finden, um gemeinsam (virtuell) zu schreiben und aufzunehmen.“

Nicht nur die Distanz, auch die Fülle von Mitmischenden aus dem Riot-Musikproduktions-Team und die Herausforderung, Band und Musik im ‘League Of Legends’-Universum zu verankern, waren spezielle Erfahrungen für einen „Veteranen“ wie Lande. „An der Tafelrunde treffen nur wenige Ritter die Entscheidung, aber dahinter stehen Hunderte von Leuten, die die Entscheidung beeinflussen“, umschreibt er den kreativen Prozess. „Ein Song, den ich als Single sehe, landet vielleicht hinten auf dem Album. Aber in den meisten Fällen waren wir auf einer Seite, jede Entscheidung wurde wohlüberlegt und mit dem Willen, die beste Lösung zu finden, getroffen. So funktioniert gutes Teamwork.“

Von der Polygonwelt auf die Bühne?

Obwohl er selbst, trotz Recherchesessions, spielerisch nicht allzu tief in ‘League Of Legends’ eintauchen konnte („Ich komme heutzutage nicht zu mehr, als nostalgisch mit einem Bier am Flipperautomaten zu stehen“), begeistert es den 53-Jährigen hörbar, an solch einem groß angelegtem und in allen Belangen modernen Projekt beteiligt zu sein. „Die Online-Spieleindustrie ist das Äquivalent zu MTV als Musikplattform meiner Generation. Die ursprüngliche Formel des Rock’n’Roll-Lifestyle allein genügt heute nicht mehr, um das Schiff über Wasser zu halten. Ich bin stolz und dankbar, für Rock einzustehen und weiterhin Relevanz in der modernen Industrie zu haben.“

Entsprechend sieht er keinen Grund, das Projekt Pentakill als minderwertig gegenüber einer echten Band anzusehen. „Heutzutage ist es doch selbstverständlich, dass Musiker neben ihrer Haupt-Band verschiedenste Projekte verfolgen. Der große Unterschied bei Pentakill ist, dass sie eng mit ‘League Of Legends’ verwoben sind und alle Spieler hinter sich vereinen – also sofort eine unglaubliche Fan-Basis mit sich bringen. Zugleich können Pentakill als ernst zu nehmender Metal-Act bestehen.“

Dass Pentakill eines Tages den Sprung von der Polygonwelt auf eine echte Bühne schaffen, schließt Jørn Lande dabei nicht aus. Zumal die Parallelen zwischen großen Online-Multiplayer-Spielen und Rock-Festivals für Riot Games-Musikchef Toa Dunn auf der Hand liegen. „Beides bringt eine Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen für eine gemeinsame Erfahrung zusammen. Ich denke, dass es das ist, was beide Dinge so unterhaltsam macht. Und man kann diese Erfahrung gemeinsam mit seinen Freunden erleben.“

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