Jason Newsted kann sich durchaus vorstellen, ein weiteres Metal-Album in der Art von HEAVY METAL MUSIC aufzunehmen, welches er 2013 mit seinem Projekt Newsted veröffentlicht hatte. Dies gab der einstige Metallica-Bassist im Gespräch mit Radiomoderator Mark Strigl in der SiriusXM-Sendung Ozzy’s Boneyard zu Protokoll. Dabei plauderte der 63-Jährige aus, dass er sogar genug Material für einen frischen Longplayer beisammen hat.
Zu teuer
Auf die Frage, ob Newsted dem abgeneigt sei, jemals wieder ein Metal-Projekt aufzuziehen, entgegnete er: „Ich sage niemals nie zu so etwas. Ein komplettes zweites Newsted-Album ist sogar bereits komponiert.“ Dieses Projekt stampfte Jason letztlich ein, weil es ihn „furchtbar viel Geld — Hunderttausende Dollar“ kostete: „Ich konnte nicht weitermachen, weil das Business jetzt so ein raues Ding und so anders ist als das, was ich kannte.“ 2023 reaktivierte der Rocker die Band — inklusive Schlagzeuger Jesus Mendez Jr. (Underlord) sowie die Gitarristen Jessie Farnsworth (Underlord) und Humberto Perez — für eine Show bei Revolution Live in Fort Lauderdale, Florida.
Zuletzt verriet Jason Newsted, dass er kürzlich an Krebs erkrankt war: „Am 8. Mai 2025 wurde bei mir Kehlkopfkrebs behandelt. Also haben sie erst mal einen Haufen Zeug rausgeholt, sind danach mit einem Lasern hinterher und haben noch mehr entfernt. Die Höhle in meinem Kopf sieht jetzt anders aus als vorher. Aber wir haben frühzeitig genug angefangen. Seit etwa drei Wochen bin ich frei von allem. Ich hab’s also besiegt.“
Die Drogen waren schuld
Des Weiteren stellte Jason Newsted richtig, dass es nicht an Echobrain lag, warum er Metallica den Rücken gekehrt hat: „Der Grund dafür, warum ich bei Metallica ausgestiegen bin, ist, weil ich ein furchtbarer Drogensüchtiger war. Ich hatte total mit mir zu tun — und wenn ich mir nicht irgendeine Art von Hilfe geholt hätte, wäre ich gestorben. Und so sagte ich: ‚Jungs, kann ich einen Moment haben? Bitte gebt mir eine Minute.‘ Und sie sagten: ‚Nein.‘ Darauf entgegnete ich: ‚Ich würde lieber leben, als in eurer Band zu sein.
Ich liebe es in eurer Band zu sein. Das ist irgendwie offensichtlich. Jeden verdammten Abend trage ich euer T-Shirt, unser T-Shirt. Jeden Abend zeige ich, wer ich bin. Ich treffe mich mit jeder verdammten Person, die sich treffen will, und repräsentiere uns alle für die Fans. Sagt mir nicht, dass ich mich nicht engagiere. Sagt mir nicht, dass ich nicht loyal bin — sagt es mir nicht. Morgens bin ich der erste, abends der letzte, immer. Und ihr könnt mir nicht diesen Augenblick geben, damit ich meinen Kopf in Ordnung kriege? Dann muss ich gehen.‘“
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