Rammstein: Flake spricht über homoerotische Erfahrungen

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Rammstein-Keyboarder und -Elektroniker Christian „Flake“ Lorenz hat bekanntlich einen eigenen Podcast. Und in der jüngsten Episode von „Flake. Des Tastenfickers Podcast“ hat sich der Musiker mit dem Thema Homosexualität beschäftigt. Bei dieser Gelegenheit plauderte der 55-jährige Familienvater aus, dass sämtliche Rammstein-Mitglieder bereits erotische Erfahrungen mit Männern gemacht haben.

Natürliche Neugier

„Wenn wir eine Platte aufnehmen als Band, dann fahren wir ins Studio. Nicht einfach, um zusammen Musik zu machen, sondern um zusammen zu sein. Dann kommt es abends immer zu Situationen, wo wir wirklich irgendein Thema in den Raum werfen, und jeder erzählt seine Geschichte dazu. Jedenfalls haben wir mal davon gesprochen, ob jemand schon homoerotische Erfahrungen gemacht hat. Und dann stellte sich natürlich raus: Jeder hatte mal etwas, wo er nach der Party mal mitgegangen ist – oder irgendwie Freunde in der Schule.“

Des Weiteren ging Flake noch auch sich selbst und seine eigenen Erlebnisse ein: „Selbst ich bin jetzt nicht frei davon. Ich habe festgestellt: Man ist jetzt nicht schwul oder hetero, sondern man hat so einen Bestandteil in sich und so einen. Und mal schwappt es die Richtung, mal in die andere. Wenn man jetzt mehr als 50 Prozent schwul ist, ist man eher schwul. Und wenn man weniger ist, ist man eher hetero, kann aber auch schwule Phasen haben oder schwule Zeiten oder Erlebnisse. Mir ist das Gefühl auch nicht fremd, dass ich einen Mann sehe und denke: ‚Mann, der sieht ja gut aus.‘ Dann spricht einen irgendwas an, dass es einem irgendwie warm wird. Das ist alles völlig normal.“

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Außerdem schimpfte der Rammstein-Mann über die gesellschaftliche Rückständigkeit von Deutschland. Denn in der BRD waren sexuelle Handlungen zwischen Männern – unter wechselnden Tatbestandsvoraussetzungen – bis zum Jahr 1994 [sic] nach Paragraf 175 des Strafgesetzbuchs (StGB) strafbar. Alsdann bezeichnete Flake die Kirche als „kleine böse Gegenspielerin der Natur“, weil er nicht nachvollziehen könne, wie man Leute zwingen kann, ihre sexuellen Präferenzen zu verheimlichen.


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