Wilde Schießereien, rasante Verfolgungsjagden und unschöne Foltermethoden gepaart mit dem ganz normalen Familienwahnsinn, den man als Vater einer pubertierenden Tochter nun einmal so hat: In ‚3 Days To Kill‘ kombiniert Regisseur McG die Genres Agententhriller mit Familienkomödie. So verwebt der Film gekonnt zwei unterschiedliche Storylines – und deren Härte beziehungsweise Humor ergänzen den jeweils anderen Erzählstrang.
Ethan Renner (Kevin Costner) ist knallharter Secret Service-Agent, tötet ohne mit der Wimper zu zucken seine Zielpersonen und schreckt auch vor Folter nicht zurück: Er hat seinen Job als Geheimagent und staatlich geprüfter Killer immer über seine Familie gestellt. Nachdem er jedoch während eines Einsatzes zusammenbricht und im Krankenhaus erfährt, dass er todkrank ist, entschließt er sich, seinen Beruf an den Nagel zu hängen und seine verbleibende Zeit mit seiner Tochter Zooey (Hailee Steinfeld) zu verbringen. Widerwillig lässt ihn seine Ex-Frau (Connie Nielsen) auf Zooey aufpassen, während sie für drei Tage auf eine Geschäftsreise muss. Doch die wunderschöne, aber skrupellose Agentin Vivi Delay (Amber Heard) hat andere Pläne mit ihm.
Sie bietet ihm ein teures, experimentelles Medikament an, das sein Leben retten könnte – im Gegenzug soll er für sie das tun, was er am besten kann: Terroristen aufspüren und eliminieren. Doch die Flausen seiner Tochter, eine Großamilie, die seine Pariser Wohnung unaufgefordert in Beschlag genommen hat und seine Krankheit machen seinen Auftrag ungewohnt schwer. Um zu überleben und die Beziehung zu seiner Tochter nicht endgültig zu zerstören bleibt jedoch ihm nichts anderes übrig, als beides gleichzeitig zu managen: Terroristen jagen und auf seine Tochter aufpassen.
Ob man mit 59 Jahren immer noch im aktiven Dienst als Geheimagent eingesetzt wird, sei mal dahingestellt: Kevin Costner legt in den teils harten Actionsequenzen dennoch einen überzeugenden Auftritt hin und auch der Humor kommt in ‚3 Days To Kill‘ nicht zu kurz. Lediglich Renners Gegenspieler wirken ein wenig farblos, die Figur Vivi scheint aus James Bond-Filmen (der 90er) entliehen zu sein – und Renners obligatorische Ohnmachtsanfälle bei brenzligen Situationen wirken auf Dauer ermüdend und unkreativ. Kein absolutes Must-See-Kino, aber durchaus kurzweilige Unterhaltung!
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