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Aborted Global Flatline

Century Media/EMI (13 Songs / 43:37 Min. ) 20.01.2012

6.0/ 7
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Foto: Century Media/EMI

Es gibt wohl kaum eine Band, die ähnlich viele Besetzungswechsel durchgemacht hat wie das belgisch-internationale Grind-Kommando Aborted. Dass mit Sven de Caluwé und seinen Mannen nach wie vor schwer zu rechnen ist, konnte das Quintett 2011 auf den Festivals (unter anderem Party.San und Summer Breeze) mit starken Leistungen recht imposant verdeutlichen. Live präsentiert man sich also stärker denn je, aber wie sieht es im Audio-Segment aus?

In den letzten Jahren war ja durchaus ein leichter Schlingerkurs zu verzeichnen – technischen Death Metal sollen bitte andere spielen – jedoch sind die Alben SLAUGHTER & APPARATUS (2008) und STRYCHNINE.213 (2009) immer noch als durchaus qualitativ gutklassig einzuordnen. Nun besinnt man sich aber wieder auf die auf THE ARCHAIC ABATTOIR (2005) in nahezu perfekter Art und Weise dargebotene Bandformel: schönen, gesägten Death Metal, eruptive Grind-Attacken, clever eingeflochtene Samples aus Erwachsenenfilmen, Svens abwechslungsreiches Organ und eine Snare, die Hirne teilt.

GLOBAL FLATLINE schließt fast da an, wo das 2005er-Werk aufhörte. Klar: Aborted sind sich bewusst, dass ihr Publikum ein sehr junges ist, so dass es nicht weiter verwundert, wenn der eine oder andere Slam (wie im Titeltrack) oder das eine oder andere moderne Arrangement absichtlich genau dort gesetzt wird. Alles in allem gelingt es Aborted, die Live-Energie, die ihre Musik zweifelsohne produziert, in das Songwriting des neuen Materials einfließen zu lassen. Ein erstes Death Metal-Highlight des noch jungen Jahres 2012.


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