Kritik zu Aeon Zen Enigma

Aeon Zen Enigma

Progressive Metal, Nightmare/Sony 9 Songs / 46:55 Min.

4.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Aeon Zen ist das Baby des englischen Musikstudenten Rick Hinks, der im Studio fast alle Instrumente selbst einspielt und dennoch eine feste Band hinter sich hat, um über Live-Auftritte seine Popularität steigern zu können. So geschehen als Anheizer auf der 2011er-Tournee von Devin Townsend Project. Für die beiden in Eigenregie veröffentlichten Alben A MIND’S PORTRAIT sowie THE FACE OF THE UNKNOWN konnte Hinks die Sänger solch prominenter Combos wie Spock’s Beard, Circus Maximus, Pagan’s Mind oder Myrath verpflichten.

Und auch auf ENIGMA geben sich Nate Loosemore von Lost In Thought, Atle Pettersen von Above Symmetry und Jonny Tatum von Eumeria das Mikro gegenseitig in die Hand. Die Einflüsse von Aeon Zen reichen von Symphony X über Megadeth und Genesis bis hin zu Cynic und Opeth. Trotz all dieser diversen Puzzlestücke klingt ENIGMA verhältnismäßig homogen und fließend, wobei Hinks an manchen Stellen übers Ziel hinaus komponiert und einfach zu viel möchte.

So überzeugen das gediegene, aber zugleich atmosphärische wie melancholische ‘Artificial Soul’ und die intelligent strukturierten ‘Warning’ und ‘Turned To Ash’ vollauf, während die Growls und vertrackten Rhythmen bei ‘Divinity’ oder ‘Still Human’ das Korsett zu sehr dehnen und damit verwirren. Von diesem spieltechnisch und kompositorisch extrem talentierten Knaben wird zukünftig noch einiges zu hören sein.


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