Die siebenjährige Pause nach dem letzten Album HAVOC AT THE MIDNIGHT HOUR erscheint weniger lang, wenn man bedenkt, dass die nach dem Slayer-Song benannte Formation aus Manchester in dieser Zeit ganze zwei Alben mit ihrem zweiten gemeinsamen Projekt Wode hervorgebracht hat. Während das Trio die geteilte Leidenschaft für harte Musik, Horror und Okkultismus dort musikalisch eher im Black Metal auslebt, frönt es auf COME CREEPING FIENDS dem klassischem Heavy Metal mit Thrash-Einschlägen. Nachdem die schaurigen Laute des Eröffnungs-Tracks ‘Dead Undead’ das Tor zur Hölle aufstoßen, lassen schiebende Riffs, zweistimmige Gitarrenläufe und melodische Soli im Wechsel mit rasanten Rhythmen (‘Denied By The Reaper’) an eine diabolischere Version von Motörhead denken. Frontmann Daniel Shaw erzählt mit bösartig klingenden, heiser fletschenden Vocals und markerschütternden Schreien im Stil von Chuck Schuldiner düstere Geschichten, die sich neben satanischen Motiven auch mit weltlichen, nachempfindbaren Konflikten wie beispielsweise dem Kampf mit dem inneren Feind (‘Fiend In You’) beschäftigen. Mit seinem rohen, authentischen Sound dürfte das Album insbesondere denen gefallen, die eine Vorliebe für oldschoolige Klänge pflegen.
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