Toggle menu

Metal Hammer

Search

Alcest Kodama

Blackgaze, Prophecy/Soulfood (6 Songs / VÖ: 30.9.)

6/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Viele Bands unternehmen Zeit ihres Schaffens erstaunliche Reisen und gehen Wege, die alte Fans verprellen und zugleich neue Hörerschaften ansprechen. Den Franzosen Alcest um den etwas eigen wirkenden Neige gelingt es trotz ihrer ganz eigenen Definition von Musik im Shoegaze-/Post Rock-Bereich mit jedem neuen Werk, alte und neue Fans zu vereinen – Metal hin oder her.

Kehrte der Künstler mit SHELTER (2014) seiner frühen Ausrichtung fast vollständig den Rücken, finden sich auf Album fünf namens -KODAMA tatsächlich wieder Tendenzen in beide Richtungen: Als sphärische Basis fungieren die von den letzten Werken bekannten, zart fließenden, doch nie langweiligen Melodien zum Schwelgen und Gedanken fliegen lassen (‘Kodama’, ‘Untouched’).

Für unerwartet harte Überraschungen sorgt jedoch phasen-weise eingestreutes Black Metal-Gekrächze (‘Eclosion’), immer wieder eintretendes apokalyptisches Aufbäumen (‘Je Suis D’ailleurs’) und stürmischer Wellengang (‘Oiseaux De Proie’) sowie das verstörend grollende Outro ‘Onyx’. Neige gelingt damit eine stimmig ausgewogene Balance zwischen alten Tugenden und der jüngeren Ausrichtung, die in beiden Lagern für Zustimmung sorgen dürfte und sowohl die Glaubwürdigkeit als auch stetige musikalische Klasse Alcests sicherstellt.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Bagman

Beyond Good And Evil: 20th Anniversary

WarioWare: Get It Together! (Nintendo Switch)

Wario ist zurück - und hat mit ‘WarioWare: Get It Together!’ eine ganze Wagenladung an neuen, witzigen Mikrospielen im Gepäck.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Master Of Puppets: Track By Track des Metallica-Meisterwerks (Teil 1)

Das einflussreiche Metallica-Album MASTER OF PUPPETS wird 40 Jahre alt. Lest hier den ersten Teil unseres Track By Track-Reviews!

Die 500 besten Metal-Alben (1): Metallica MASTER OF PUPPETS

Komplexe Strukturen, musikalischer Tiefgang, dennoch gewaltige Mitsingquote und Gitarrensoli für die Ewigkeit machen Metallicas MASTER OF PUPPETS zum besten Metal-Album aller Zeiten.

Die 500 besten Metal-Alben (12): Pantera VULGAR DISPLAY OF POWER

Der vertonte Arschtritt ‘Walk’ ist das Aushängeschild von VULGAR DISPLAY OF POWER, an seiner Seite fräsen sich jedoch weitere Lieder in die Membranen von verschiedenen Metal-Generationen.

teilen
mailen
teilen
Die 500 besten Metal-Alben (12): Pantera VULGAR DISPLAY OF POWER

METAL HAMMER hat die 500 besten Metal-Alben aller Zeiten gewählt – mit einer fast 100-köpfigen Jury. In die Liste geschafft haben es Veröffentlichungen von 1970 bis 2023. Heute stellen wir daraus vor: Platz 12: Pantera VULGAR DISPLAY OF POWER (1992) Mit COWBOYS FROM HELL (1990) bauten sich Pantera die Startrampe in eine internationale Karriere, mit VULGAR DISPLAY OF POWER hebt die Rakete in Texas endgültig ab. Speziell die kommerzielle Ausrichtung des schwarzen Albums von Metallica im Jahr 1991 motiviert Pantera in dem Wunsch, einen Gang höherzuschalten und zusammen mit Produzent Terry Date „das härteste Album aller Zeiten“ aufzu­nehmen. Fand man…
Weiterlesen
Zur Startseite