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Animals As Leaders THE MADNESS OF MANY

Progressive Metal, Sumerian (10 Songs / VÖ: erschienen)

7/ 7
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Foto: Promo

Wer sich schon immer gefragt hat, ob die Herren Abasi, Reyes und Garstka noch alle Latten am Zaun haben, bekommt mit dem Titel des vierten Albums quasi einen Wink mit dem Zaunpfahl.

Der kollektive Wahnsinn, also – das kommt hin. Denn ganz abgesehen davon, dass man ein echter Meister seines Fachs sein muss, um solche Musik überhaupt spielen zu können – welche kranken Hirne denken sich diesen Kram auch noch aus? Diese Frage muss angesichts solch abge-fahrener Kompositionen wie dem Opener ‘Arithmophobia’ (ein menschen-verachtendes, polyrhythmisches Monstrum, das selbst Meshuggah-Freaks Anerkennung abringen wird) oder dem fast schon beklemmend tighten ‘Inner Assassins’ definitiv erlaubt sein.

Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, hatte sich das Trio diesmal dazu entschlossen, alles komplett in Eigenregie durchzuziehen – ohne einen Produzenten, der auch  mal hinterfragt oder reflektiert. Dies bereitete als Ankündigung definitiv Angst, ist im Endresultat jedoch der musikalische Hirnfick des Jahres. Wer das einmal übersteht, wird direkt süchtig und ergötzt sich an kleinen Details wie dem Hupen-Sound in ‘Ectogenesis’ oder dem packend groovenden und im Gesamtkontext leichtgängigen ‘Backpfeifengesicht’.

Die Wahl zum Song-Titel des Jahres ist hiermit übrigens gelaufen. Ganz ehrlich: Ja, diese Band hat nicht mehr alle Tassen im Schrank und ist manchmal echt anstrengend, was einen Mini–abzug im Hörspaß verursacht. Aber genau das ist es, was diese bekloppten Überzeugungstäter so unverwechselbar, einzigartig und wichtig macht.


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