Annihilator Feast

Thrash Metal, UDR/EMI 9 Songs / VÖ: 23.8.

5.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Als Gitarrist ist Jeff Waters zweifelsfrei brillant. Beim Songwriting schmorte die Brillanz aber schon mal im eigenen Saft. Doch für FEAST können wir weitestgehend Entwarnung geben: Die Scheibe stolpert glücklicherweise nicht in die „Same Thrash, different day“-Falle wie einige vorher, doch man muss sich reinhören. Das liegt vor allem daran, dass die Doublebass zu oft einfach durchballert – langweilig! Aber nach einer Weile kristallisieren sich Hooks heraus, Dinge, die gleichzeitig im Kopf bleiben und Arsch treten (ist das anatomisch überhaupt möglich? Egal, weiter im Thrash).

Die flotte Eröffnung mit ‘Deadlock’ erinnert an ganz frühe Slayer, ‘Smear Campaign’ drückt heavy, bei ‘No Surrender’ treffen sich sogar Slap-Bass und funky Gitarre mit einem rüden Chorus, während ‘Wrapped’ vor allem rockt. Mit ‘Perfect Angel Eyes’ gibt’s noch einen schönen Schmachtfetzen, denn Balladen kann er, der Jeff. Dass wir das Picking der Strophe schon mal bei ‘Someone Else?’ von Queensrÿche gehört haben, kann ignoriert werden.

Ansonsten vernehmen wir den bekannten flitzeflotten Annihilator-Thrash mit – je nach Standpunkt – reichlich oder zu viel Doublebass-Einerlei sowie grandiosen Soli. Über Sänger Dave Padden gibt’s auch nichts (mehr) zu meckern. Am ehesten geht FEAST mit seinem hohen Härtegrad und dem leicht sterilen Sound in die Richtung von WAKING THE FURY (2002) und ANNIHILATOR (2010). Kein Klassiker, aber doch ein ordentliches Brett. Als Bonus liegt eine CD mit 15 gelungenen Neueinspielungen von ‘Alison Hell’ bis ‘Ultra Motion’ bei.


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