Toggle menu

Metal Hammer

Search

Atreyu CONGREGATION OF THE DAMNED Review

teilen
mailen
teilen
von

Die Zeiten, als Atreyu mit ihren Alben extragroße Kajalschneisen in die Musiklandschaft gemalt haben, sind spätestens seit dem letzten Werk LEAD SAILS PAPER ANCHOR (2007) vorbei, denn seitdem regiert deutlich mehr Metal als Emo ihre Songs. So auch beim vorliegenden CONGREGATION OF THE DAMNED, das stilecht gleich mal mit einem Solo eröffnet wird und anschließend größtenteils im breit produzierten Mid-Tempo vor sich hin stampft.

Die etablierten Stilmittel der Atreyu-Welt bleiben natürlich erhalten, so dass sich Sänger Alex Varkatzas mit den anderen Mitgliedern den Gesang teilt, die Refrains hymnisch eingängig sind und Ecken und Kanten zugunsten eines bequemeren Einstiegs in die Songs pro forma gleich abgeflext wurden. Daran gibt es prinzipiell nichts auszusetzen – außer dass CONGREGATION OF THE DAMNED schlicht ein langweiliges Album ist. Für einen Song macht die Marschrichtung Spaß, spätestens nach dem dritten langweilt das ständig gleich abgespulte Programm.

Es reicht einfach nicht, einen blassen Strophen-Riff mit einem Allerwelts-Chorus abzuwechseln, dann kurz ein Solo einzustreuen und noch mal von vorne zu beginnen. Es mangelt Atreyu keineswegs an technischem Können, sondern an Song-Bausteinen, die den Hörer tatsächlich berühren. Die 13 Songs beweisen, dass Atreyu ihr Handwerk prinzipiell noch immer verstehen, aber leider zu keinem Zeitpunkt von CONGREGATION OF THE DAMNED wirklich gute Ideen haben.

Tobias Gerber

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Dezember-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Atreyu :: Long Live

Adversary SINGULARITY Review

Caspian TERTIA Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Geezer Butler nutzt KI-Sänger für neues Soloalbum

Black Sabbath-Ikone Geezer Butler arbeitet an einem neuen Album. Für den Gesang holt sich der Bassist vorerst Unterstützung von KI.

Volbeat: Zurück auf Los!

Auf ihrem neunten Album GOD OF ANGELS TRUST bemühen Volbeat in einigen Punkten wieder die Verve von früher.

Helloween: Michael Kiske liebt es, den Gesang zu teilen

Michael Kiske scheint sich in der aktuellen Helloween-Besetzung wohlzufühlen. In einem Interview schwärmte er vom geteilten Gesang und dem Arbeitsprozess am neuen Album.

teilen
mailen
teilen
Devin Townsend kündigt Orchester-Metal-Werk THE MOTH an

Prog-Tausendsassa Devin Townsend hat sein neues Album angekündigt, welches nicht einfach nur irgendeine frische Scheibe ist. Nein: Bei THE MOTH, welches am 29. Mai 2026 erscheint, handelt es sich um ein ambitioniertes Orchester-Metal-Werk, an dem er über ein Jahrzehnt lang gearbeitet hat. Die Platte umfasst ganze 25 Stücke und nahm vor sechs Jahren bei einem Akustikkonzert in Amsterdam erst richtig Fahrt auf, wobei der Brite mit dem Leiter des Nordniederländischen Orchesters und Chors zusammenkam. Opus magnum "Der kanadische Metal-Maverick Devin Townsend hat seine Karriere auf unterschiedlichen kreativen Welten aufgebaut – Heavy-Alben, atmosphärische Abstecher, charakterbasierte Veröffentlichungen –, die jeweils ihre eigene…
Weiterlesen
Zur Startseite