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Caspian TERTIA Review

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Das Genre „Postrock“ ist im Prinzip relativ simpel, denn hier gibt es nur zwei Kategorien von Bands: faszinierende und langweilige. Caspian gehören in erstere, das haben sie bereits mit ihrem Vorgängeralbum THE FOUR TREES (2007) bewiesen. Nun legen sie mit TERTIA nach, und auch diesmal zeigen die Herren aus Beverly (Massachusetts), dass sie ein Talent haben, das dem mittlerweile dichten Konkurrenzfeld weitestgehend abgeht: Sie verschwenden ihre Zeit nämlich nicht mit sinnentleertem Gedudel und nichtssagendem Hintergrundrauschen, sondern kommen relativ rasch auf den Punkt und stopfen diverse Sound-Löcher mit raffinierten Details. Außerdem erklären sie Überlänge nicht zum Selbstzweck: Die Hälfte der zehn Songs, die alle ohne Gesang auskommen, bleibt unter der 5-Minuten-Grenze.

Somit wird TERTIA zu einer sehr kurzweiligen Angelegenheit, die dennoch keinen Freund anspruchsvoller Klänge enttäuschen wird, dafür ist die Atmosphäre einfach zu dicht und das Songwriting zu ausgefeilt. Fans von Maserati, Red Sparowes, Long Distance Calling oder auch Mono brauchen hier gar nicht erst probehören, denn sie können blind zuschlagen. Die Höchstnote verhindert auch nur ein einzelner Track, der etwas belanglos und dröge vor sich hin plätschert, und das ist „Vienna“.

Wolfgang Kuhn


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