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Augury FRAGMENTARY EVIDENCE Review

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Wenn man sich die Namen ansieht, die Hand an dieses Album gelegt haben, wird einem beinahe schwindelig: Mix und Mastering kommen von Jean-Francois Dagenais (Kataklysm) und James Murphy (Death, Obituary, Testament), das Artwork und einige Guest Vocals steuerte Sven de Caluwé (Aborted) bei. Klingt schon mal sehr lecker, sind aber nur „äußere Werte“.

Waren auf dem Debüt CONCEALED (2004) noch so manche Stilwechsel teils absurd gemischt und schon fast nervig, ist FRAGMENTARY EVIDENCE aus einem Guss. Das liegt an einer simplen Änderung gegenüber dem Erstling: jetzt schaffen es Augury, sich wesentlich durchdachter als eine Art organisiertes Durcheinander zu präsentieren, anstatt die Songs ins Chaos abdriften zu lassen.

Ruhige Passagen und progressive Elemente fließen in Origin-artiges Geknüppel, in denen das Riffing nur so knallt. Das Hassorgan von Patrick Loisel growlt in bösen Untiefen und der Drummer prügelt. Schon der Opener „Aetheral“ und das darauf folgende „Simian Cattle“ zeigen den kompositorischen Fortschritt, den Augury gemacht haben. Positiv fällt zudem erneut Dominic Lapointe auf, dessen Bassspiel dem Album seinen Stempel aufdrückt.

Abgerundet durch eine satte Produktion ist FRAGMENTARY EVIDENCE ein herrliches Album für „Querdenker“ – dessen Reize teilweise aber erst beim dritten oder vierten Hördurchgang auftauchen.

Alexander Saur


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