Für die einen sind die deutschen Death-Metaller Purgatory nur ein Vader-Klon, für die anderen eine seit Jahren beständige Hausnummer im deutschen Extrem Metal-Sektor. Mit NECROMANTAEON steht nun Album Nummer sechs ins Haus.
Wie immer geht das Quartett aggressiv zu Werke und hobelt, bis der Watzmann ruft. Wie es der Zufall so will, klingen Purgatory heuer wesentlich mehr nach Deicide als nach den polnischen Nachbarn Vader. Generell ist ein etwas schwärzerer Anstrich beim neuen Material auszumachen. In reinen Black Death-Gefilden wie beispielsweise Belphegor bewegen sich die Sachsen aber nicht. Bei Stücken wie dem drückenden ‘Downwards Into Unlight’ stehen für einige Parts sogar die mächtigen Bolt Thrower Pate. Hinsichtlich des Sounds kann die Produktion im Rape Of Harmonies (unter anderem Heaven Shall Burn oder Neaera) punkten. Speziell die Drums und das Organ von Frontschlachter Mirko Dreier wurden extrem massiv aufgenommen.
Gewaltig, gewalttätig. So liefern Purgatory eine weitere Scheibe voll mit blasphemischem Todesstahl ab und schaffen es sogar, sich aus dem (oft zu Unrecht von Kritikern übergestreiften) Vader-Klon-Korsett zu befreien.
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