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Author & Punisher KRÜLLER

Industrial, Relapse/RTD (8 Songs / VÖ: 11.2.)

6.5/ 7
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Von der ersten Sekunde an zieht KRÜLLER in seinen unwiderstehlichen Bann. Mit dem achtminütigen Einstieg ‘Drone Carrying Dread’ heult ein in Grandezza getauchter Post Rock-Vibe aus jeder Frequenz. Irgendwo im Wind wehen inbrünstig gesungene Chöre. Die Devise: Raum geben, damit sich Lebendigkeit entfalten kann. Und dazu dieses pumpende Wabern in jedem Akkordanschlag, das konsequent mäandert, mutiert! Im Hintergrund türmen sich rücksichtsvolle Melodien zu einem Berg aus Emotionen auf, losgelassen im Finale, weißes Rauschen. Puh, durchatmen. Ein zäher, doch mitreißender Fluss aus Slowmotion zieht sich durch das Album. In ‘Incinerator’ geht’s dann in die Vollen. Ein monströses Doom-Riff bringt die Knie zum Schlackern, bis roboterhafte Stimmen in einer erschreckenden Leere hallen. Die Fülle und Breite des Sounds in diesem konfusen Zusammenspiel aus konsistenten Riff-Walzen, krudem Stimmgewirr und kalt-metallischen Synthesizern macht dieses Werk zu etwas komplett anderem, an jeglicher Hörgewohnheit vorbeimanövrierend.

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Der Macher dahinter, Tristan Shone, ist bekannt dafür, seine eigenen Klangmaschinen unter dem Label „Drone Machines“ zu konstruieren, womit er die Synthesizer-Architektur revolutioniert. Sein Eigenbausortiment erzeugt unnachahmliche Sounds. So überschatten KRÜLLER mechanische Maschinenklänge, die als grimmiger Stiefbruder Nine Inch Nails in Neid erblassen lassen. Für sein Werk hat sich das Ein-Mann-Projekt Tristan aber noch ein paar Fachkräfte mit an Bord geholt, als da wären: Tools Legenden Danny Carey und Justin Chancellor, As I Lay Dying-Gitarrist Phil Sgrosso, Vytears Jason Begin und Shones Frau Marilia. Weirder Nerd-Kram für Nerds, also? Im Gegenteil: Die dronige Schwere und erhebende Leichtigkeit gleichzeitig zu spüren – die Verschiedenheit des Seins – ist nicht nur unnachahmliche Kunst, sondern auch ein Gefühl, das man erlebt haben sollte. So anders, so frisch, so aufwühlend, dass es einfach süchtig macht.

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