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Beartooth AGGRESSIVE

Metalcore, Red Bull/SONY (12 Songs / VÖ: 3.6.)

5/ 7
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Diese Rezension könnte ziemlich kurz sein: Wem die letzten beiden Papa Roach-Alben (THE CONNECTION, F.E.A.R.) gefallen haben, der kann bei AGGRESSIVE mit geschlossenen Augen zugreifen, denn Beartooth haben auf ihrem zweiten Album die New Rock-Formel perfektioniert, mit Metalcore-Elementen angereichert, ein paar Kvelertak-Takte eingestreut – und dabei augenscheinlich so viele Hits geschrieben, dass es für ein komplettes Album reicht. Da ich auf diese Art allerdings Ärger mit dem METAL HAMMER Rezensions-Inquisitor riskieren würde, hier noch ein paar Details: Beartooth ist die Band des ehemaligen Attack Attack!-Frontmanns Caleb Shomo – und aufgrund seines markanten Klargesangs hört man das auch.

Vor allem bei der Außenseiterhymne ‘Loser’ (mit Kvelertak’schem Beinahe-Punk-Riff) wird die große Nähe zum modernen New Rock deutlich, der sich über die gesamte Platte zieht. Dabei gibt es angenehmerweise fast keine Ausfälle, allerdings ist auch wenig Platz für Experimente, da sich die Band (erfolgreich) auf den Hit-Chorus (‘Rock Is Dead’, ‘Fair Weather Friend’, ‘Hated’) fixiert. Dabei wurde ordentlich Empowerment-Material für die geschundene Teenager-Außenseiterseele erzeugt, mit dem Shomo seine eigene Depression verarbeitet (‘Sick Of Me’), das einen auch mit Ende zwanzig irgendwie noch mit einem guten Gefühl zurücklässt. Das ist zwar deutlich weniger radiotauglich (und zugegebenermaßen auch etwas gitarrenlastiger, da unter anderem Djent, Core und Punk zitiert werden) als F.E.A.R., macht aber auf 40 Minuten genau das, was es soll: rocken. Und zwar ordentlich. Und nach vorne. Schön.


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