Ähnlich wie ihre Landsleute Ne Obliviscaris genießen Australiens Be’lakor jede Menge Verehrung im erweiterten Untergrund, und das aus ganz ähnlichen Gründen: Sie agieren technisch auf höchstem Niveau und arbeiten das an einem Genre ab, welches generell breite Akzeptanz genießt.
Bei Be’lakor ist offensichtlich, dass die schwedische Szene der späten Neunziger Spuren hinterlassen hat. Old School-Melo-Death also, perfekt gespielt und minutiös inszeniert – das war auf den bisherigen drei Alben so, und das ist auch vier Jahre nach OF BREATH AND BONE auf VESSELS nicht anders. Womit wir schon zum Kern meiner persönlich doch eher gedämpften Begeisterung kommen:
Wo ist die Rebellion – gegen die Vorbilder, aber auch die eigene Geschichte? Wir reden hier grob von Dark Tranquillity ohne Elektronik, Opeth ohne Akustikgitarren und Songs, die im Vergleich zu früher immer länger werden. Jeder einzelne klingt erst mal toll, bleibt aber kaum hängen. Uneingeschränktes Lob hingegen wie immer bei Be’lakor für die dynamische Produktion!
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Bagman
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