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Between The Buried And Me The Parallax II: Future Sequence

Progressive Metal, Metal Blade/Sony 12 Songs / 72:32 Min. / 5.10.2012

5.0/ 7
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Foto: Metal Blade

Es ist fast ein wenig paradox: Andere Bands greifen zum Konzeptalbum, um mal entschuldigt Genre-Grenzen überspringen und kompositorisch die Sau rauslassen zu können, bei Between The Buried And Me dient die Übung eher dazu, Struktur in ihre

traditionell ausufernden Stilwanderungen zu bringen. Was sich vor allem in (vergleichsweise) kürzeren Songs äußert als etwa auf dem letzten Album THE GREAT MISDIRECT mit seinen routiniert über zehnminütigen Trümmern. Dennoch passiert in jedem einzelnen Song natürlich mehr, als in den Standard-Metal-Schädel hineingeht – sprich: Anstrengender Stoff, der die typischen Metalcore-Elemente (wir reden hier schließlich nicht von Dream Theater) auch nur noch als eines unter vielen zitiert. Dafür hat FUTURE SEQUENCE etwas, das dem im EP-Format gelieferten Aufgalopp THE PARALLAX: HYPERSLEEP DIALOGUES noch ein wenig fehlte: Dynamik. Und diese durchaus in Maßstäbe setzendem Rahmen für modernen Metal. Orgeln, Sitar und Saxofon bringen instrumental neue Akzente, dazu ist der Weg vom polyphonen Riff-Orgasmus zum schleichenden Walzer-Geschiebe heute noch kürzer als früher. Oder, um es anders zu formulieren: Die Herren werden mehr und mehr zur Metal-Progcore-Variante von The Mars Volta – was beeindruckend as fuck, aber auch ein Segen mit Kopfschmerzpotenzial ist.


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