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Blood Incantation ABSOLUTE ELSEWHERE

Death Metal, Century Media/Sony (2 Songs / VÖ: 4.10.)

5.5/ 7
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Wenn es Death Metal ins Feuilleton schafft, ist die Metal-Integrität schnell infrage gestellt. Denvers Blood Incantation begegnen dem, indem sie für ihr viertes Album Genre-Grenzen für sich abschaffen. Metal ist es aber trotzdem geworden, integer ist es auch – und damit ein deutlicher Kontrast zum Vorgänger TIMEWAVE ZERO, auf dem sie reinen (und relativ langweiligen) Ambient-Sound zum Besten geben. ABSOLUTE ELSEWHERE hat seinen Namen von einem Seventies-Prog-Kollektiv um King Crimson-Drummer Bill Bruford, und das gibt schon einen guten Hinweis auf die neue Richtung. Wenn wir es gegen den Willen der Band in Genres fassen wollen: Es ist die andere Version dessen, was Opeth früher gemacht haben – Death Metal begegnet altem Prog, vermengt sich aber nur selten.

Blood Incantation waren schon immer gut darin, lange Songs zu inszenieren, und die zwei Zwanzigminüter, die dieses Album ausmachen, nehmen jeweils mit auf eine spannende, spacige Reise über guttural brodelnde Abgründe und ­filigran ziselierte Atmosphäretupfer. ­Ambitioniert, durchaus Hipster-­verdächtig, aber auch echt originell.

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