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Bonfire THE RÄUBER Review

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Uwe Lulis’ Band Rebellion mit Shakespeares ‘Macbeth’ – ein Wagnis. Jetzt Bonfire mit THE RÄUBER (eigentlich ja ‘Die Räuber’) von Friedrich Schiller – auch keine leichtere Kost. Aber nicht, weil die Ingoldstädter Band nun plötzlich ihren traditionellen US-Rock auf Tiefgang geeicht hat, sondern weil die Diskrepanz zwischen Libretto und Musik oftmals – na, sagen wir mal: „gewöhnungsbedürftige“ Pfade einschlägt.

Wenn zum Beispiel mitten in der überwiegend englischsprachigen Scheibe (warum eigentlich?) mit ‘Blut und Todt’ ein deutschsprachiger Song mit Rammstein-Anleihen auftaucht; oder dieser im nächsten Track von einer Art Scorpions-Ballade mit englischem Text abgelöst wird, können die Gehörnerven diesen Kultur-Clash kaum verdauen. Aber genau hier scheint die Krux der im Albumtitel bereits erkennbaren Zerrissenheit zu liegen: Der Bonfire-Rock ist okay, die Schiller-Thematik sogar historisch anerkannt – in dieser Kombination wirken beide Welten jedoch halbherzig.

Besser wäre – thematisch wie musikalisch – ‘Die Räuber’ oder ‘The Robbers’ gewesen, anstatt eines Wischiwaschis wie in diesem Projekt. Ihr wisst, was ich meine?

Matthias Mineur

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER April-Ausgabe!)


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