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Brodequin HARBINGER OF WOE

Death Metal, Season Of Mist/Soulfood (10 Songs / VÖ: 22.3.)

2/ 7
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Manchmal kommen sie wieder … Auch die, die man gar nicht vermisst hat. Wie Brodequin, die zwischen 1998 und 2004 drei Alben eintrümmerten, bevor sie sich in den Dornröschenschlaf legten. Zwanzig Jahre nach der Veröffentlichung von ­METHODS OF EXECUTION soll ­HARBINGER OF WOE die Wieder­vereinigung besiegeln. Dazu haben Bassist/Sänger Jamie und Gitarrist Mike Bailey mit Brennan Shackelford den Schlagzeuger ihres ebenfalls wieder­belebten Projekts Liturgy rekrutiert. Ansonsten bleibt alles wie gehabt: Die Bailey-Brüder halten an ultrabrutalem Death Metal fest und holzen sowie slammen, was die Genre-Bibel hergibt. Mal mit Folter-Samples (‘Diabolical Edict’), mal mit Mönchs-Chören (‘Theresiana’), und immer mit der Stachelkeule auf die Fresse.

Die wenigen Höhepunkte bilden paradoxerweise jene Momente, in denen die Band kriechende, cineastische Stoffe in ihr ansonsten steifes Korsett webt (‘Of Pillars And Trees’). Meist aber ermüdet das standardisierte Geknüppel und lässt die 32 Minuten Spielzeit doppelt so lang erscheinen. Zumal Gesang und Produktion ebenso barbarisch wie die Musik ausfallen: Jamie Baileys monotone Röchel-Pigsqueal-Wechsel und die pappige Produktion gemahnen eher an ein Fundstück aus den Anfangstagen des Tennessee-Trios als ein neues Produkt. Das passt zwar zum Haupt­thema des Albums (Brutalität im Mittelalter), aber nicht ins Jahr 2024.

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