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Cemetery Skyline NORDIC GOTHIC

Gothic Rock, Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 11.10.)

3.5/ 7
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Besser spät als nie? Wenn Genre-Größen wie Markus Vanhala (Insomnium), Santeri Kallio (Amorphis) und Mikael Stanne (Dark Tranquillity) ein gemeinsames Projekt angehen, kann man schon die Ohren spitzen. Immerhin werden Cemetery Skyline durch Vesa Ranta (Ex-Sentenced, The Abbey) am Schlagzeug und Victor Brandt (Dimmu Borgir) am Bass komplettiert. Die Supergroup bildete sich 2020 aus der Idee heraus, düstere, zeitlose Musik im Stil des Achtziger- und Neunziger-Gothic Rock zu machen. Somit läutet der Synthie-getriebene, rockig-romantische Opener ‘Torn Away’ das Debütalbum NORDIC GOTHIC gebührend ein. ‘Violent Storm’ und ‘Behind The Lie’ geben der Platte den nötigen melodischen Drive.

Auch Stücke wie ‘The Darkest Night’ oder ‘The Coldest Heart’ bringen groovige Basslinien und kraftvolle Riffs zum Besten, doch insgesamt bleibt das Album oft hinter seinen Möglichkeiten zurück. ‘In Darkness’ rutscht in die Schlager-Ecke, ‘When Silence Speaks’ kratzt gefährlich am Kitsch, und ‘Alone Together’ verliert sich in theatralischem Bombast. NORDIC GOTHIC weckt nostalgische Gefühle, bleibt insgesamt aber unauffällig. Kaum Ausreißer, dafür auch wenig Höhepunkte. Um auf die Anfangsfrage zurückzukommen: Besser spät als nie … gilt nicht in jedem Fall: Eingefleischte Gothic Rock-Fans dürften sich aber trotzdem freuen.

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