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Children Of Bodom I Worship Chaos

Melodic Death, Nuclear Blast/Warner (10 Songs / VÖ: 2.10.)

6/ 7
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Foto: Promo

Satte 17 Jahre machen wir jetzt schon Sommer­ferien an den blutgetränkten Ufern des ­Lake Bodom. In ‘Freitag, der 13.’-­Dimensionen heißt das, dass seit dem wilden, erfrischenden, aber auch naiven ­Debüt SOMETHING WILD eine komplett neue Teenager-Crew herangewachsen ist, um für ihre moralischen Vergehen bestraft zu werden. Auch Children Of Bodom sind älter geworden.

Dass I WORSHIP CHAOS trotzdem so ziemlich das genaue Gegenteil von Altersmilde ist, weiß natürlich zu gefallen. Lauter, extremer und kratziger klang diese Band noch nie! Bereits der Opener ‘I Hurt’ ist ein thrashiger Uptempo-Brecher, der den Schwung von HALO OF BLOOD aufgreift und sogar intensiviert. Der Titel-Track ist eine fiebrige Trümmerhymne, die keinen Stein auf dem anderen lässt. Alexi Laiho und seine Hatecrew haben natürlich auch gemerkt, dass ihnen mit dem ­letzten Album nach zuletzt ungenügenden ­Leistungen eine wichtige Kurskorrektur gelungen ist.

Schon im Auftakt brüllt Laiho daher auch gleich mehrfach beherzt ­„Motherfucker“, die hoch explosive Death-/Thrash-Mischung wird zusätzlich durch eine überraschend rohe und direkte Produktion gestählt. Zur Hölle, laut aufgedreht klingt I WORSHIP CHAOS, als würden die Finnen das heimische Wohnzimmer zertrümmern! Wenn sich das so liest, als wäre die Bodom’sche Tastenmagie samt Flitzefingersoli ins Hintertreffen geraten, ist das nicht ganz falsch.

Sie taucht eben, wie in der Single ‘Morrigan’ oder bei ‘Hold Your Tongue’, punktuierter auf, und entfaltet sich bei ‘Prayer For The Afflicted’ zu einer sinfonischen Halbballade. Und das ist in Verbindung mit dem frischen, unglaublich aggressiven Sound genau der richtige Schritt.


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