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Cnoc An Tursa THE FORTY FIVE

Folk Metal, Apocalyptic Witchcraft (8 Songs / VÖ: erschienen)

4/ 7
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Auf dem Papier haben wir hier eine Menge Dinge, die schiefgehen können: Kilt-bewehrte Schotten mit historischem Pathosthema (der Jakobiter-Aufstand von 1745 – daher auch der Albumtitel) und bislang einem nicht wirklich umwerfenden Folk-meets-Black-meets-Turisas-Plastik-Album (THE GIANTS OF AULD) in der Vita…

Aber die vier Jahre seit diesem ersten Lebenszeichen haben Cnoc An Tursa genutzt, um ihre Prioritäten zu sortieren: THE FORTY FIVE kommt mit genügend Dreck unter den Fingernägeln daher, verliert sich selten in übertriebenem Pathos und setzt meist auf atmosphärisch verdichtete, dezent folkig verzierte Black Metal-Riffs. Das erinnert stark an den derzeitigen Underground-Darling Saor, was vielleicht nicht sonderlich verwunderlich ist, verhilft doch ein Großteil der Cnoc An Tursa-Musiker Saors Onemanshow in Form von Andy Marshall auf der Bühne zu livehaftiger Präsenz.

Cnoc An Tursa gehen nicht ganz so cinematografisch und farbgewaltig zu Werke, und leider bleiben auch die wirklich memorablen Songs Mangelware, aber es bildet sich langsam eine interessante Entwicklungsströmung für folk-beeinflussten Metal aus – ein dritter Weg jenseits von methornschwenkendem Party-Getorkel und romantischer Volksmusik der „Meine Scholle und ich“-Nabelschaufraktion. Da sehe ich klares Wachstumspotenzial, das ich auch THE FORTY FIVE nach bisher drei Hördurchgängen nicht absprechen will.

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