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Zhrine Unortheta

Death Metal, Season Of Mist/Soulfood (7 Songs / VÖ: 8.4.)

6/ 7
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Band-Namen wie Deathspell Omega oder Gorguts werden gerne großzügig eingesetzt, wenn es darum geht, dissonante, progressive, anspruchsvolle Musik einzugrenzen.

Oft genug klingen die so geadelten Bands dann en detail kaum wie die großen Referenzen. Dennoch werde ich euch im Fall von Zhrine nicht nur mit einem Länder-Hype-Thema beglücken (sie kommen aus Island), sondern auch mit einer „So versteht doch, ist geil“-Referenz. Einst als Gone Postal gegründet und mit Musikern besetzt, die nicht in Personalunion die halbe restliche isländische Metal-Szene bestreiten, „klingen“ Zhrine auf ihren Debütalbum UNORTHETA wie Ulcerate auf einem Black Metal-Trip. Mal als grobe Richtung. Anderes erinnert an die technisch anspruchsvolleren Incantation-Grabschänder wie Mitochondrion oder Abyssal.

Aber was UNORTHETA vor allem ist, ist anders: eine wogende Dissonanz, als würde sich der Boden unter den Füßen verflüssigen; ein Aufwallen von Mollschwaden, gesichtsloser Emotionalität; und dann manifestiert sich immer wieder der Post Metal-typische Wille zur großen Melodie, zur Klang gewordenen Schönheit. Dieser Mix findet sich tatsächlich auch bei Deathspell Omega, bei Gorguts, bei all den Referenzen. Aber Zhrines Klangwelt ist eigen – und eigenartig schön.


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