Toggle menu

Metal Hammer

Search
Spezial-Abo

Göttinnen des Doom: Diese Frauen räumen mit den Vorurteilen auf

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Ein Thema – jahrelang gekonnt ignoriert – findet langsam seinen Weg an die Oberfläche der Metal-Gemeinde: Frauen im Musikbusiness. Wie in so vielen Disziplinen hat die Frau auch in der Musik mit zahlreichen Vorurteilen, Hindernissen und Benachteiligungen zu kämpfen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob sie Musik erschafft, auf der Bühne steht oder hinter den Kulissen über Monate Events zusammenflickt.

Besonders 2019 gab es einige Festivals, die endlich (großteils) ausgeglichene Line-Ups zusammenstellten. Allerdings nicht im Metal. Zugegeben: Es ist schwer, ja. Männer überwiegen einfach. Denn der Metal – egal von welchem Subgenre wir hier genau sprechen – wird von Männern dominiert. Und das ist okay so.

Das eigentliche Problem: Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass es gar keine guten oder zumindest nicht viele (für lokale Booker erreichbare) Metal-Bands gebe, in denen Frauen mitwirken. Das stimmt so nicht ganz. Tatsächlich gibt es viele frischgeborene und bereits etablierte Bands mit weiblichen Protagonistinnen. Wir räumen mit den Vorurteilen auf, verschaffen euch einen Überblick über Frauen im Doom Metal und beweisen: Es gibt sie, rasend schöne Furien im Doom, von denen ihr euch nachts Sagas erzählt.

Windhand

Beim erstmaligen Hörprozess muss man schon ordentlich lauschen, um die Weiblichkeit der Stimme auszumachen. Mit dem Hall-Effekt eng umschlungen liegt sie da – und erhebt sich von Zeit zu Zeit. Majestätisch, unaufgeregt. Windhand dröhnen, Windhand treiben und verlieren dabei nur selten an Geschwindigkeit – geschweige denn Kopfnick-Potential. Das Herzstück der Band ist zweifellos Dorthia Cottrell, die mit ihrer kratzig-warmen Stimme leicht desinteressiert voranschreitet.

Windhand – Eternal Return jetzt bei Amazon.de bestellen

Aptera

Seit ein oder zwei Jahren wird Berlin vom Doom (und Stoner) überschwemmt. Nicht nur finden sich alljährlich zahlreiche Jünger in Untergangsstimmung zur Messe auf dem Desertfest ein, auch können Genreliebhaber*innen problemlos mehrere Shows wöchentlich besuchen. Die Hauptstadt ist ohne Frage eine Hochburg des Dooms. Die Nachfrage ist da, die Doom-Szene wächst und wächst und findet kein Ende. Es ist nur logisch, dass auch in Berlin selbst viele Bands aus dem Boden schießen, sich in Proberäumen einnisten und bald vor Publikum stehen.


teilen
twittern
mailen
teilen
Galerie: METAL HAMMER PARADISE 2018

Weiterlesen
Zur Startseite